Katze hat Schuppen - Was tun?

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Was sind Schuppen?

Die Haut ist in mehrere Hautschichten unterteilt. Die darin befindlichen Zellen durchwandern innerhalb eines gewissen Zeitraums die Schichten von innen nach außen. Dort sterben sie schließlich ab und lösen sich von der Haut. Diese Erneuerung findet ununterbrochen statt und fällt normalerweise gar nicht auf, da die Hautschüppchen so winzig sind, dass sie kaum zu sehen sind. Zudem ist bei einem normalen Verlauf die Anzahl der Schuppen relativ gering. Da Katzen sehr reinlich sind und viele Schuppen inklusiver loser Haare mit ihrer rauen Zunge entfernen, sind sie üblicherweise kein Thema. Es gibt allerdings eine Reihe von Situationen, in welchen die Schuppenbildung das durchschnittliche Maß überschreitet.

Schuppen während des Fellwechsels

Eine erhöhte Anzahl von Schuppen kann mit dem Fellwechsel der Katze in Verbindung stehen. Genauso gut können ihr während dieser Zeit aber auch lediglich Haare ausfallen, ohne dass es zu einer vermehrten Schuppenbildung kommt. Im Prinzip verändert sich die Haut in dieser Zeit nicht. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass die Katze mit der Fellpflege nicht hinterherkommt. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn sie sehr viele und vor allem lange Haare besitzt. Das kann eine Katze überfordern, weshalb sie Unterstützung benötigt. Langhaarige Katzen sollten während des Fellwechsels möglichst täglich gekämmt bzw. gebürstet werden. Das beschleunigt nicht nur den Ablauf, sondern vermindert auch die Anzahl der verschluckten Haare.

Schuppen im Winter

Nicht unüblich ist das Auftreten von Schuppen im Winter. Der Grund hierfür ist die warme Heizungsluft, welche zu einer geringeren Luftfeuchtigkeit führt. Lüften hilft, aber auch nur bedingt, da an einem kalten Wintertag auch draußen der Feuchtigkeitsgehalt relativ gering sein kann. Früher haben die Bewohner nasse Tücher auf die Heizung gelegt. Wer nicht zu diesem alten Hausmittel greifen möchte, stellt einfach einen Luftbefeuchter auf. Zudem hilft gegen trockene Haut, wenn der Katze gelegentlich ein wenig Lachs- oder Kokosöl ins Futter gegeben wird.

Schuppen durch falsche Ernährung

Wenn Schuppen nicht in Verbindung mit einem Fellwechsel oder trockener Heizungsluft stehen, beginnt die Suche nach möglichen weiteren Ursachen. Eine davon kann eine unzureichende Ernährung darstellen. Gerade beim Barfen kann es leicht zu Mangelerscheinungen kommen, wenn kein Ernährungsplan mithilfe eines Experten erstellt wurde und die Katze nicht regelmäßig durchgecheckt wird. Aber auch ein minderwertiges Fertigfutter kann zu einem Nährstoffmangel führen, welcher sich unter anderem in schuppiger Haut bemerkbar machen kann. Entscheiden Sie sich daher immer für ein hochwertiges Futter. MERA bietet Ihnen diesbezüglich eine große Auswahl.

Eingeschränktes Putzverhalten

Ist Ihre Katze übergewichtig, alt oder aufgrund eines Unfalls dauerhaft nur eingeschränkt bewegungsfähig? In diesen Fällen ist die Katze möglicherweise nicht in der Lage, sich an allen Stellen ihres Körpers ausreichend zu putzen. Ein typisches Bild kann das vermehrte Auftreten von Schuppen auf dem Rücken entlang der Wirbelsäule sein. Abhilfe lässt sich schaffen, indem die Katze durch Bürsten und Kämmen bei der Fellpflege unterstützt wird. Im Falle von Übergewicht hilft selbstverständlich darüber hinaus abnehmen! 

Schuppen aufgrund einer Krankheit

Pilze und Parasiten

Wenn die Schuppen nach einem gewissen Zeitraum wieder abnehmen, muss man sich normalerweise keine weiteren Gedanken machen. Entscheidend hierfür ist auch die grundsätzliche Beurteilung des Fells und das Allgemeinbefinden der Katze. Zeigt die Katze kein Verhalten, das auf eine Krankheit schließen lässt und sieht ihr Fell trotz einiger Schuppen gut gepflegt und glänzend aus, kann bis auf weiteres auf einen Tierarztbesuch verzichtet werden. Kratzt sich die Katze jedoch vermehrt, verspürt offensichtlich ständig einen Juckreiz und verliert teilweise übermäßig viele Haare, so dass es zu offenen Hautstellen kommt, sollte sofort der Tierarzt aufgesucht werden. Er kann klären, ob ein Hautpilz, eine Allergie oder ein Parasit für den schlechten Zustand des Fells verantwortlich sind. Selbst lässt sich das nicht feststellen, da hierfür spezielle Tests und Untersuchungen mit dem Mikroskop durchgeführt werden müssen. Dabei zeigt sich, ob zum Beispiel winzige Milben der Auslöser für Haarausfall und vermehrte Schuppenbildung sind. 

Behandlung einer Krankheit

Steckt hinter dem erhöhten Aufkommen von Schuppen eine Krankheit, sieht eine Behandlung (je nach Befund) unterschiedlich aus:

  • Handelt es sich um einen Milbenbefall, wird der Tierarzt ein Spray, spezielles Shampoo oder Öl empfehlen. Sind manche Hautstellen bereits gereizt oder entzündet, wird er zudem ein Medikament verabreichen.
  • Ist ein Hautpilz der Grund für schlechte Haut und Haarausfall, kommt eine Behandlung sowohl von außen (Salben, Cremes) wie auch innen (Tabletten) in Frage. Ebenso wie bei Milben muss auch bei einem Pilz die Umgebung des Tiers intensiv gereinigt werden.
  • Sollte eine Futtermittelallergie der Grund für Fellveränderungen sein, muss durch eine Ausschlussdiät herausgefunden werden, was genau der Auslöser ist. Auf diesen Inhaltsstoff (z.B. Getreide oder ein bestimmtes Protein) muss zukünftig verzichtet werden.