Savannah Katze

Savannah Katze

Sie sieht nicht nur aus wie eine Wildkatze, viele von ihnen verhalten sich auch so. Deshalb ist eine Savannah nur bedingt als Wohnungskatze zu halten.

Steckbrief

Herkunft USA
Größe groß
Gewicht Kater: 4-8 kg, Kätzin: 5-11 kg
Körperbau großformatig, lang, schlank, muskulös
Fell dicht
Fellfarbe beige, gold, silbern mit dunklen Tupfen
Augenfarbe alle
Pflege gering
Charakter aktiv, temperamentvoll, verspielt
Felllänge kurz

Der Charakter der Savannah-Katze

Das äußere Erscheinungsbild dieser attraktiven Katze täuscht nicht: Bei der Savannah kann es sich um einen ziemlichen Wildfang handeln! Exakt vorherzusagen ist dies allerdings nicht. Der Charakter hängt zu einem Großteil davon ab, wie viel Serval in der jeweiligen Savannah noch steckt. Aus dieser mittelgroßen, afrikanischen Wildkatze ist die Savannah hervorgegangen. Bei der 1. Generation einer Verpaarung mit Rassekatzen wie der Siamkatze oder einer Orientalisch Kurzhaar ist der Wildblutanteil noch sehr hoch und der Charakter entsprechend wild. Mit jeder weiteren Generation nimmt er ab, so dass die Savannah immer anhänglicher und geselliger wird. Dennoch muss bis zur 4. Generation damit gerechnet werden, dass sie scheu, leicht reizbar oder ausbruchswillig ist. Als Anfängerkatze ist sie in diesem Stadium keinesfalls zu empfehlen. Erst aber der 5. Generation kann man sich einigermaßen sicher sein, dass immer mehr der Charakter einer Hauskatze durchkommt, die sehr verspielt und mitteilsam ist. Ihr Temperament ist aber weiterhin ungebrochen, ebenso wie ihr Jagdtrieb, weshalb immer mit Action zu rechnen ist.

Geschichte der Savannah

Die Savannah entstand kurz nach der Bengalkatze in den USA. Die Amerikanischen Züchter Joyce Sroufe und Patrick Kelly wollten eine Katzenrasse entwickeln, die einen Wildtierlook aufwies. Dafür wählten sie 1986 einen Serval aus, den sie mit einer Siamkatze verpaarten. Es gelang mehrfach, Nachkommen er zeugen, jedoch waren die Männchen stets steril, wodurch sich keine Population aufbauen ließ. Deshalb kreuzten sie auch Orientalisch Kurzhaar,Ocicat und Egyptian Mau ein. Das führte schließlich zum erhofften Erfolg.

2007

Seit 2007 können Savannahs auch über mehrere Generationen untereinander verpaart werden, doch eine gewisse Inzuchtgefahr ist aufgrund des überschaubaren Genpools nicht auszuschließen. Die Amerikaner und Kanadier waren von Anfang an hin und weg von der neuen Rasse, die 2001 vom amerikanischen Katzenverband TICA offiziell anerkannt worden ist.

Rassemerkmale der Savannah

Das Zuchtziel der Savannah war eine Hauskatze im Look einer Wildkatze. Genau das ist auch gelungen. Sie sieht aus wie eine verkleinerte Variante des afrikanischen Servals mit einem Touch von Hauskatze. Wie groß dieser ist, hängt von der jeweiligen Generation ab. In der ersten Generation (F1) – also der direkten Verpaarung eines Servals mit einer Rassekatze – steckt noch am meisten Wildes in der Savannah. Auch äußerlich macht sich das bemerkbar: Männchen können eine Schulterhöhe von 45 Zentimeter und eine Länge von bis zu 120 Zentimeter erreichen, womit sie zu den größten Rassekatzen der Welt zählen. Ihr Körper ist sehr athletisch, lang gestreckt und muskulös. Auch ihre Beine sind lang und verfügen über eine enorme Sprungkraft. Relativ klein ist dagegen ihr Kopf, was typisch für einen Serval ist. Gemeinsam ist ihnen ein mittelgroßer, eher kräftiger Schwanz, große Ohren und Tränenstreifen unter den Augen.  

Das eindeutigste Merkmal der Savannah ist ihre Fellzeichnung. Die Grundfärbung weist einen goldenen, beigen oder silbernen Farbton auf. Darauf befinden sich über den ganzen Körper verteilt Tupfen, die dem Standard nach black, black-smoke, silver spotted tabby und brown (black) spotted tabby sein dürfen. Die Tupfen können rund, oval oder länglich sein. 

Körperbau

lang, schlank, muskulös

Gewicht

4 - 11 kg

Fell

dicht

Fellfarbe

beige, gold, silbern

Augenfarbe

alle

Die Haltung einer Savannahkatze

Von ausschlaggebender Bedeutung für die Haltung einer Savannah ist die Generation. Vor allem die erste und zweite eignen sich keinesfalls für eine reine Wohnungshaltung! Im Gegenteil: Für die F1- bis F4-Generation gibt es behördliche Auflagen. Die Tiere müssen gemeldet werden und je nach Bundesland kann es eine Genehmigungspflicht geben. Zudem können Vorgaben bezüglich der Notwendigkeit eines Freigeheges und eines beheizten Innenraums bestehen. Erst ab der 5. Generation gibt es keine Vorschriften mehr, weshalb sie sich eigentlich auch erst dann als Hauskatze eignet. Sie können sich sicher sein, dass diese Tiere immer noch vor Temperament sprühen und nichts an ihrer Eleganz und Schönheit verloren haben. Es steckt noch so viel Wildes in ihnen, dass man freiwillig entsprechende Vorkehrungen treffen sollte, um sie auszulasten.

Savannahs freuen sich über ein Freigehege oder zumindest einen großzügigen Balkon. Hier sollte es am besten mehrere Kratzbäume oder Äste zum Klettern geben. Gerne angenommen wird auch ein kleines Planschbecken. Zudem sollte es an allerlei Spielzeug nicht fehlen. Und keine Frage: Auch wenn der Serval gerne alleine unterwegs ist – die Savannah liebt die Gesellschaft, weshalb Einzelhaltung nicht ihrem Naturell entspricht. Am idealsten sind zwei Savannahs oder eine andere Katzenrasse, die bezüglich ihres Temperaments zu ihr passt. Darüber hinaus sollte man sich ausgiebig mit den Tieren beschäftigen. Sie lieben Jagdspiele und viele von ihnen haben Spaß daran, Gegenstände zu apportieren.

Pflege und Gesundheit

Wie bei den meisten Kurzhaarkatzen ist auch bei der Savannah die Pflege kaum der Rede wert. Ihr kurzes Fell reinigt sich mehr oder weniger von sich selbst. Gelegentliches Bürsten ist eigentlich nur während des Fellwechsels hin und wieder angebracht.  

Bislang sind bei der Savannah keine rassetypischen Krankheiten bekannt. Sie gilt als sehr gesund und robust. Bei Tieren der ersten Generation wird empfohlen, sie nur mit Totimpfstoffen zu impfen.

Die Ernährung einer Savannah

Wenn es sich um eine der ersten Generationen handelt, ist die artgerechteste Ernährung die Rohfütterung, beispielsweise mit Futtermäusen, Eintagsküken oder purem Fleisch. Spätere Generationen können auch ein hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil erhalten und lediglich zusätzlich eine extra Portion Fleisch. Da sich die Bedürfnisse im Laufe eines Katzenlebens ändern, empfiehlt es sich grundsätzlich, auf spezielles Futter für Kitten, erwachsene Tiere und Seniorenkatzen zu setzen: Kitten sind sehr verspielt, brauchen viel Energie zum Aufbau von Muskelmasse und Körpersubstanz. Kittenfutter weist daher eine andere Zusammensetzung auf wie es für Seniorenkatzen sinnvoll ist, die träger sind und deren Organfunktionen mit der Zeit nachzulassen beginnt.  

Savannah Kitten sollten mindestens vier Rationen pro Tag erhalten, denn ihr Magen ist noch sehr klein, der Hunger dagegen groß. Im Laufe des ersten Lebensjahres können die Rationen auf zwei bis drei reduziert werden. Ist ein Futterwechsel geplant, dann nehmen Sie diesen bitte behutsam vor: Mischen Sie täglich etwas mehr des neuen Futters unter das alte, um die Katze nicht mit einer abrupten Umstellung zu konfrontieren.