Yorkshire Terrier

Beim Yorkshire Terrier handelt es sich um die kleinste Terrierart. Was seinen Mut und Eifer betrifft, nimmt er es jedoch mit jedem seiner großen Verwandten auf.

Steckbrief

Herkunft Großbritannien
Größe klein
Gewicht 2,4 - 3,2 kg
Charakter lebhaft, mutig
Alter ca. 12 - 15 Jahre
Felllänge lang
Fellfarbe stahlgrau, bronzefarben
Pflege aufwendig
Bewegungsbedarf gering

Der Charakter des Yorkshire Terriers

Yorkshire Terrier sind fröhlich, quirlig und verspielt. Mit ihnen kann man viel Spaß haben. Allerdings leiden einige von ihnen an Selbstüberschätzung. Das macht sich dadurch bemerkbar, dass sie wenig Respekt vor deutlich größeren Hunden zeigen und diese ankläffen. Auf der einen Seite ist dies beeindruckend und süß – dieses Verhalten sollte aber besser nicht toleriert werden. Denn mit der Zeit könnte aus dem kleinen Yorkie ein Dauerkläffer werden, der auch nicht davor zurückschreckt, andere Hunde anzuknurren. Wichtig ist daher eine gute Sozialisierung mit anderen Hunden. Diese funktioniert nicht, wenn der Hund ständig auf dem Arm herumgetragen wird. Ein Yorkshire Terrier kuschelt zwar gerne, lässt sich verwöhnen und liebt den Kontakt zu Frauchen und Herrchen, aber er möchte nicht ein reiner Schoßhund sein.

Geschichte des Yorkies

Als im 19. Jahrhundert die Industrialisierung Großbritanniens einsetzte, zogen viele Arbeiter in die Städte. Sie konnten sich aber nur kleine Wohnungen leisten, die keinen Platz für große Hunde boten. Aus dem großen Pool von Terriern begannen sie daher, möglichst kleine Tiere auszuwählen und mit diesen zu züchten. Welche Rassen alle zum Einsatz kamen, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Doch sie hatten Erfolg, wenngleich die Vorfahren der Yorkies noch doppelt so groß wie die heutigen Hunde waren. Mit fünf bis sechs Kilogramm entsprachen sie aber genau den damaligen Vorstellungen. Sie waren ideal für die Haltung in der Wohnung, gaben einen guten Wachhund ab und leisteten gute Dienste bei der Jagd auf Ratten und Mäuse.

1874

Seinen Namen verdankt der Yorkie der Grafschaft Yorkshire, die im Norden Englands liegt. Dort fanden die kleinen Hunde nicht nur bei Arbeitern, sondern immer öfter auch beim Adel Gefallen. Sie kauften sie den Arbeitern ab und setzten sie mehr als Schoßhund denn als Wach- und Jagdhund ein. Der Yorkshire Terrier mauserte sich im ganzen Land zu einem äußerst beliebten Hund und erlangte 1874 die offizielle Anerkennung des britischen Kennel Clubs.

Die Haltung

Der Yorkshire Terrier zählt zu den kleinesten Hunderassen der Welt. Daher wird er gerne in die Kategorie „Schoßhunde“ gesteckt. Zwar eignet er sich sehr gut als Familienhund, doch man sollte nicht vergessen, dass es sich bei ihm um einen waschechten Terrier handelt, welcher früher als Jagd- und Wachhund eingesetzt wurde. Daher schlummert in ihm ein aufmerksamer, mutiger und quirliger Geist. Dieser kann auf Dauer nicht unterdrückt werden, sondern möchte sich entfalten, indem der Yorkie genauso draußen herumspringen und andere Hunde treffen mag wie seine Artgenossen. Wird dies vernachlässigt, kann ihm kein Vorwurf gemacht werden, wenn das gelegentliche Aufeinandertreffen mit anderen Hunden nicht ganz problemlos verläuft. Um dieses zu lernen, ist eine Hundeschule von Vorteil. Dort sollte bei den Welpen- und Junghundegruppen darauf geachtet werden, dass keine zu stürmischen, großen Hunde auf den Yorkie zurasen und ihn verunsichern oder gar verletzen könnten.

Rassemerkmale

Es gibt nur weniger Rassen, die so klein sind wie der Yorkshire Terrier. Das war nicht immer so: Früher erreichten die Hunde ein Gewicht von zirka sechs Kilogramm, während manche Tiere heute nur noch 2,5 Kilogramm auf die Waage bringen. Einer der Gründe ist die steigende Nachfrage nach möglichst kleinen Hunden. Kleinwüchsigkeit ist jedoch mit gesundheitlichen Problemen verbunden, weshalb ein Gewicht von 2,4 Kilogramm nicht unterschritten werden sollte. Wer einen Welpen kaufen möchte, sollte sich am Gewicht der Eltern orientieren.  

Charakteristisch ist beim Yorkie sein mittellanges bis langes Haarkleid, welches glatt und gleichmäßig beiderseits herabhängen sollte. Vom Hinterhauptbein bis zum Rutenansatz ist es stahlblau, der Rest des Körpers ist bronze- oder falbfarben. Ein Scheitel reicht von der Nase bis zur Rutenspitze. Das Fell verleiht ihm ein sehr adrettes Aussehen, welches oftmals noch durch ein Schleifchen im Haar gekrönt wird. Jedoch dient dies nicht nur der Zierde, sondern hat auch den praktischen Nutzen, dass dem Hund die langen Haare nicht in die Augen hängen.

Erscheinungsbild

adrett, kompakt

Schulterhöhe

ca. 20 Zentimeter

Haarkleid

lang, nicht wellig

Fellfarbe

stahlgrau, bronzefarben

Erziehung

Während sich Halter großer Hunde zumeist im Klaren darüber sind, dass es ohne Erziehung nicht geht, kommt diese bei kleinen häufig etwas zu kurz. Das endet oftmals darin, dass kleine Hunde wenig bis gar nicht folgen und viel bellen, was auf Dauer sehr anstrengend sein kann. Damit es soweit nicht kommt, sollte der Yorkie bereits als Junghund erzogen werden und seine Grenzen aufgezeigt bekommen. Lasse dich von dem kleinen Hund mit seinen liebevollen Augen nicht um den Finger wickeln. Sei konsequent, wenn es darum geht, was der Hund darf und was nicht.

Pflege des Yorkshire Terriers

Bezüglich der Fellpflege gibt es beim Yorkshire Terrier Gutes und weniger Gutes zu berichten. Sein großer Vorteil ist, dass er so gut wie keine Unterwolle besitzt und sein Haar nicht den üblichen Fellwechsel aufweist, sondern sehr lange nachwächst. Dementsprechend fliegen nur wenige Haare im Haushalt herum, was den Yorkie für Allergiker interessant macht. Allerdings bedarf es in einem solchen Fall einer zweiten Person im Haushalt, die sich um die intensive Fellpflege kümmert. Auf diese kann bei einem langhaarigen Hund nicht verzichtet werden: Das Haar nimmt wie ein kleiner Besen alles an Staub, Dreck, Ästchen und Blättern auf, an welchen der Hund beim Gassigehen vorbeistreift. Daher empfiehlt es sich, den Hund jeden Abend zu bürsten und zu kämmen und gelegentlich zu baden. Nur so kann man sich sicher sein, dass sein seidiges Fell nicht brüchig wird und zu verfilzen beginnt. Wer nicht genügend Zeit dafür aufbringen kann, verpasst dem Yorkie am besten einen frechen Kurzhaarschnitt.

Gesundheit

Die Gesundheitsrisiken eines Yorkshire Terriers steigen, wenn er (im ausgewachsenen Zustand) unter 2,5 Kilogramm wiegt. Daher solltest du besser nicht nach einem extra kleinen Yorkie Ausschau halten. Ein „normaler“ Yorkie ist mit knapp 3 Kilogramm Körpergewicht auch schon sehr klein und kann problemlos hochgenommen werden. Bei einem verantwortungsvollen Züchter kannst du mit einem gesunden Hund rechnen, der wenig krankheitsanfällig ist. Ausschließen lässt sich aber zum Beispiel nicht, dass er im Laufe seines Lebens eine Patellaluxation erleidet. Diese kommt bei kleinen Rassen relativ häufig vor und macht sich dadurch bemerkbar, dass die Kniescheibe herausspringt, woraufhin der Hund nicht mehr richtig auftreten kann.  

Bekannt sind beim Yorkshire Terrier darüber hinaus verschiedene Augenkrankheiten wie zum Beispiel der Grauer Star. Ebenso kann es Probleme beim Zahnwechsel, mit den Bronchien oder der Schilddrüse geben. Wie bei allen Hunden sollte daher auf einen jährlichen Gesundheitscheck beim Tierarzt nicht verzichtet werden.

Die Ernährung des Yorkshire Terriers

Um einen Yorkshire Terrier gesund zu ernähren, solltest du auf ein hochwertiges Futter setzen. Ein Alleinfutter deckt den Energie- und Nährstoffbedarf eines Hundes vollständig ab – ganz im Sinne einer problemlosen Ernährung. Weitere Ergänzungen sind grundsätzlich nicht notwendig, jedoch sollten Größe, Alter, Konstitution und Energiebedarf eines Hundes bei der Auswahl des richtigen Futters beachtet werden. Nutze hierfür am besten den MERA Futterfinder