Heilige Birma Katze

Heilige Birma

Die Heilige Birma ist aus einer Siam und einer Perserkatze hervorgegangen. Sowohl ihr Äußeres wie auch ihr Charakter spiegelt die beiden Rassen wider.

Steckbrief

Herkunft Frankreich
Größe mittelgroß
Gewicht Kater: 4,5-6 kg, Kätzin: 3-4 kg
Körperbau lang, Kater massiver als Kätzin
Fell seidig, wenig Unterwolle
Fellfarbe hell mit Points
Augenfarbe blau
Pflege mittel
Charakter ruhig, gesellig, sanftmütig
Felllänge halblang

Der Charakter der Heiligen Birma

Besitzer von Heiligen Birma Katzen schwärmen immer wieder, dass die Rasse die besten Eigenschaften aus Perserkatze und Siamkatze in sich vereint. Von der Perserkatze hat die Birma ihre ruhige, sanftmütige Art, von der Siam das menschenbezogene, soziale und gesprächige. Mit ihr kommt jeder gut aus, denn weder ist sie scheu, noch übermäßig aufdringlich oder gar aggressiv. Sie passt sich hervorragend an, ist unauffällig und beobachtet gerne. Ist ihr Besitzer aus dem Sichtfeld verschwunden, überwiegt schnell ihre Neugierde, was dieser wohl gerade treibt und so macht sie sich auf den Weg und folgt ihm. Man sollte sich also nicht wundern, wenn sie plötzlich neben einem steht. Zwar gehört sie nicht zu den Katzen, die ständig Klagelieder anstimmt, aber wenn ihr langweilig ist, tut sie dies durchaus auch stimmlich kund. Sie freut sich zwischendurch auf eine Streicheleinheit oder ein kleines Jagdspiel. Wird es ihr schließlich zu viel, trab sie davon und macht es sich gemütlich.

Geschichte der Birmakatze

Ein gewisses Rätsel stellt es dar warum die Rasse „Heilige“ Birma genannt wird. Lediglich eine Legende lässt darauf schließen, die besagt, dass die Birma einst in den Tempeln Burmas gelebt haben soll. Vielleicht wurden von dort Katzen nach Europa gebracht. Jedoch handelt es sich bei der heutigen Birma nicht um eine sogenannte Naturrasse, die sich von selbst entwickelt hat, sondern hier hat der Mensch mitgeholfen. Die Heilige Birma, wie wir sie seit etwa einhundert Jahren kennen, hat sich sehr wahrscheinlich aus der Verpaarung von Siam- und Perserkatzen entwickelt. Schaut man sich das Fell und die Points an, ist das durchaus nachvollziehbar.

1925

Einen ersten Rassestandard gab es bereits im Jahre 1925, als die Birma in Frankreich anerkannt wurde. Bis heute hat sich dieser relativ wenig verändert, wenngleich Pointfarben immer mehr wurden. In England wurde sie 1966, in Amerika im Jahre 1967 anerkannt.

Rassemerkmale der Birma

Eine Birma ist mittelgroß, mit einem relativ langen Körper und eher kurzen, kräftigen Beinen. Die Ohren sind ziemlich klein mit gerundeten Spitzen, die Augen tiefblau, leicht oval und mittelgroß. Auffällig und charakteristisch sind die stets weißen Füße, die auch als „Handschuhe“ bezeichnet werden. Sie müssen – im Gegensatz zum Körper – reinweiß sein. Wünschenswert ist, dass sie an den Vorder- und Hinterpfoten jeweils gleich lang sind. Perfekt ist es, wenn die Handschuhe an allen vier Pfoten die selbe Länge aufweisen. Typisch für die Birma ist auch ihre ganz spezielle Fellzeichnung: Der Körper selbst ist grundsätzlich gedeckt weiß. So kommen auch alle Jungtiere zur Welt. Doch in den darauffolgenden Wochen und Monaten machen sie eine Verwandlung durch – es entstehen die sogenannten Points. Diese Farbausprägungen erstrecken sich über das Gesicht, die Ohren, Beine und den Schwanz. Die Points sollten gleichmäßig in der Farbe und in einem guten Kontrast zur Körperfarbe stehen. Sie können unter anderem die Farbe blau, chocolate, seal, lila, rot und creme aufweisen. Erlaubt sind auch Streifen (tabby) und Scheckungen (tortie).  

Das Fell einer Birma ist im Gesicht relativ kurz, am Kragen bereits deutlich länger und am Rücken und den Flanken lang. Es ist von seidiger Textur und weist kaum Unterwolle auf. Auffällig ist der Schwanz, der einen üppigen Federbusch formt.

Körperbau

relativ lang

Gewicht

3 - 6 kg

Fell

seidig

Fellfarbe

hell mit Points

Augenfarbe

blau

Die Haltung einer Heiligen Birma

Eine Heilige Birma ist sehr unkompliziert und eignet sich daher hervorragend als Wohnungs- bzw. Familienkatze. Ihr Freiheitsdrang ist gering und sicherlich ist es auch besser, wenn sie lediglich in der Wohnung und auf dem Balkon oder im Garten bleibt. Denn die Birma ist so zutraulich, dass sie sofort mit jedem Fremden mitgehen würde. Sie braucht nicht die große weite Welt – ihr reicht ihre kleine, die sie aber stets mit anderen teilen möchte. Es empfiehlt sich daher zum einen eine Zweitkatze, zum anderen sollte es sich nicht um einen Haushalt handeln, der ständig verwaist ist. Sie liebt den innigen Kontakt zu ihren Menschen, ganz egal, ob jung oder alt. Zu viel Action muss es nicht sein, doch für ein abwechslungsreiches Jagdspiel lässt sie sich gerne von ihrem Kratzbaum herab. Gleiches gilt, wenn Frauchen oder Herrchen es sich auf der Couch gemütlich machen und eine Kuschelrunde in Aussicht steht. Hat sie genug, zieht sie sich unauffällig wieder auf einen ihrer Lieblingsplätze zurück. Perfekt dafür geeignet ist ein Kratzbaum mit vielen Aussichtspunkten, denn was gibt es schöneres, als von sicherer Warte aus die Umgebung beobachten zu können.

Pflege und Gesundheit

Bei einer Birma weiß man erst nicht so recht, wie aufwändig wohl die Pflege ist. Immerhin hat sie ein relativ langes Fell. Der Vorteil ist aber, dass sie kaum Unterwolle besitzt. Daher neigt das Fell kaum zum Verfilzen. Etwas aufwändiger als bei Kurzhaarkatzen ist die Fellpflege jedoch schon. Ein- bis zweimal pro Woche sollte gekämmt bzw. gebürstet werden. Während des Fellwechsels lieber noch häufiger. Das verhindert, dass die Birma beim Putzen zu viele Haare verschluckt.   

Bei der Birma handelt es sich um eine recht robuste Rasse, wobei Inzuchtprobleme bei kaum einer Katzenrasse auszuschließen sind. Gelegentlich hört man im Zusammenhang mit der Heiligen Birma von der Nervenkrankheit Hypomyelination. Dabei kommt es zu spastischen Zuckungen und einem Zittern der Beine. Die Krankheit kann bereits in jungen Jahren auftreten. Sie tritt schubweise auf und kann sich zu epileptischen Fällen ausweiten. Verantwortungsvolle Züchter schließen solche Tiere selbstverständlich von der Zucht aus. Grundsätzlich können Birmas an allen typischen Katzenkrankheiten wie Katzenschnupfen, Leukose oder FIP erkranken. Als reine Wohnungskatzen ist jedoch ihr grundsätzliches Gesundheitsrisiko deutlich geringer als bei Freigängern, da sie keinen Kontakt zu anderen Katzen haben. 

Die Ernährung der Heiligen Birma

Für eine gesunde Ernährung sollte die Birma ein hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil erhalten, denn Katzen sind von Natur aus Fleischfresser. Da sich die Bedürfnisse im Laufe eines Katzenlebens ändern, empfiehlt es sich, auf spezielles Futter für Kitten, erwachsene Tiere und Seniorenkatzen zu setzen: Kitten sind sehr verspielt und benötigen einen hohen Proteinanteil zum Aufbau von Muskelmasse und Körpersubstanz. Kittenfutter weist daher eine andere Zusammensetzung auf als zum Beispiel ein Seniorenfutter. Auch kann die Umstellung auf ein Futter ratsam sein, welches auf Harnwegsprobleme, Nierenerkrankungen, Verdauungsstörungen oder Übergewicht zugeschnitten ist.  

Birma-Kitten sollten mindestens vier Rationen pro Tag erhalten, um den Verdauungsapparat nicht zu sehr zu belasten. Im weiteren Verlauf des ersten Lebensjahres können die Rationen auf zwei bis drei Mahlzeiten verteilt werden. Kittenfutter sollte ungefähr bis zum Erreichen des ersten Lebensjahres verabreicht werden. Ist schließlich aus diesem oder einem anderen Grund ein Futterwechsel geplant, dann nehmen Sie diesen sehr behutsam vor: Mischen Sie täglich einen immer größer werdenden Anteil des neuen Futters unter das gewohnte, um die Katze nicht mit einer abrupten Umstellung zu konfrontieren.