Katzenklappe – Tipps für den Kauf

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Vorteile einer Katzenklappe

Wer eine Freilaufkatze besitzt und nicht Tag und Nacht den Türöffner spielen möchte, hat sicherlich schon über den Einbau einer Katzenklappe nachgedacht. Vor allem an regnerischen und kalten Tagen machen sie einem das Leben leichter, denn kaum ist die Katze draußen, mag sie oft auch schon wieder rein, weil ihr das Wetter zu schlecht ist. Zehn Minuten später würde sie sich allerdings gerne davon überzeugen, ob dem immer noch so ist. Das ständige Miauen, wenn die Katze rein- oder rausmöchte, kann ganz schön nervig sein. Abhilfe schafft eine Katzenklappe, denn somit kann die Katze jederzeit selbstständig den Weg nach draußen oder drinnen antreten. 

Darf ich eine Katzenklappe einbauen?

Wenn Sie Wohnungseigentümer sind, ist es Ihre Entscheidung, ob und an welcher Stelle Sie eine Katzenklappe einbauen. Anders sieht es in einer gemieteten Wohnung bzw. einem Haus aus. Hier dürfen bzw. sollten Sie eine bauliche Veränderung – und dazu zählt der Einbau einer Katzenklappe – nur mit dem ausdrücklichen Einverständnis des Vermieters durchführen. Um für alle Eventualitäten vorbereitet sein, empfiehlt sich eine schriftliche Genehmigung. Seien Sie sich darüber hinaus bewusst, dass der Vermieter fordern kann, diese bauliche Veränderung bei Ihrem Auszug wieder rückgängig zu machen, schließlich handelt es sich um dessen Eigentum.

Wo kann eine Katzenklappe angebracht werden?

Im Prinzip gibt es kaum eine Stelle, die prinzipiell nicht als Ort für eine Katzenklappe in Frage käme. Am einfachsten ist der Einbau zumeist bei einer Holztür, in die mit überschaubarem Aufwand ein Loch gesägt und die Katzenklappe montiert werden kann. Ebenso ist der Einbau in einer Glastür oder einem Fenster möglich. Das sollte aber nur derjenige selbst umsetzen, der sich den Umgang mit Glas zutraut. Alle anderen lassen die Öffnung besser von einem Glaser schneiden. Als dritte Möglichkeit bietet sich das Mauerwerk an. Dann muss weder Tür noch Fenster beschädigt werden. Allerdings ist eine Mauer dick und die Katze muss durch einen kleinen Tunnel gehen. Dieses Projekt sollte nur gewagt werden, wenn man sich sicher ist, dass die Katze davor nicht zurückschrecken könnte.

Welcher Platze ist geeignet?

Mehrere Faktoren spielen eine Rolle, wo der Einbau einer Katzenklappe stattfinden sollte: Kommen dafür verschiedene Plätze in Frage, ist ein wettergeschützter gegenüber der Wetterseite zu bevorzugen, denn beim Ein- und Austreten der Katze kann es an schlechten Tagen nicht nur zugig werden, sondern eventuell auch der eine oder andere Regentropfen eindringen. Diesen Umstand gilt es auch grundsätzlich bezüglich der Zimmerauswahl zu bedenken, denn wer wünscht sich schon eine triefend nasse Katze auf seiner Couch. Oder vielleicht ist ihr Freigänger nicht nur ein erfolgreicher Mäusefänger, sondern bringt auch seine Geschenke gerne ab und zu nach Hause. Im Keller oder Flur sind diese eher zu verkraften als auf dem Wohnzimmerteppich. Zuletzt sollten Sie auch noch bedenken, auf was die Katze außerhalb der Klappe trifft. Manche mögen es gar nicht, wenn sie völlig ungeschützt ins Freie treten müssen. Gegebenenfalls können Sie ein, zwei größere Pflanzkübel aufstellen, um etwas Deckung zu bieten.

Welche Katzenklappe ist die richtige?

Das sollten Sie beachten:

Wer sich auf die Suche nach einer Katzenklappe macht, wird feststellen, dass die Auswahl überraschend groß ist. Selbiges gilt für die Preise, die von 20 Euro angefangen, sich bis auf 200 Euro hinaufschrauben. Bedingt ist dies durch die qualitative Verarbeitung, das Material und die Ausstattung. Hier gibt es einiges zu beachten. Wichtig ist aber vor allem erst einmal die richtige Größe. Keinesfalls sollte die Katzenklappe zu klein sein, weil sie sonst von Ihrer Katze sicherlich nicht benutzt wird. Sie sollte mindestens 3 Zentimeter breiter (Schulterbreite) und höher (vom Bauch bis zu Schulter) als die Katze sein. Ist sie noch nicht ausgewachsen, müssen Sie dies einberechnen. Zu groß sollte die Katzenklappe aber auch nicht sein, da die Wohnung dadurch „wetteranfälliger“ werden könnte oder die Katze mit einer großen Klappe möglicherweise ein Problem hat.  

Neben der Größe sollten Sie auf die Montagemöglichkeit achten, um sicherzustellen, dass diese an der von Ihnen gewählten Position (Tür, Glas, Mauer) möglich ist. Dann können Sie sich mit der technischen Ausstattung auseinandersetzen:  Die einfachsten Klappen ermöglichen keinerlei Einstellungen. Im Prinzip kann also jede Katze wann immer sie möchte rein oder raus – außer die Katzenklappe wurde verschlossen. Ausgefeilter ist die Technik bei einer sogenannten 4-Wege-Tür: Hier gibt es (neben geschlossen und rein-raus) auch noch die Möglichkeit, „nur rein“ oder „nur raus“. Das wird von vielen Katzenhaltern gerne genutzt, denn somit kann am Abend eingestellt werden, dass die Katze jederzeit noch rein kann, aber nicht mitten in der Nacht auf die Idee kommt, wieder nach draußen zu spazieren. 

Technische Extras

Wenn Sie nur eine (einzelne) Katze besitzen und keinerlei Problem mit Nachbarskatzen haben, können Sie wahrscheinlich auf Extras verzichten. Wer dagegen steuern möchte, wer rein und raus darf, sollte bei der Ausstattung darauf achten, dass der Schließmechanismus per Mikrochipübertragung oder Infrarot-Sensor funktioniert. Da sich für jede Freilaufkatze die Kennzeichnung mit einem Mikrochip empfiehlt, ist dies normalerweise die sinnvollste und am leichtesten umzusetzende Möglichkeit. An der Katzenklappe müssen Sie lediglich die Chipnummer der Katze eingeben und schon öffnet sich der Mechanismus der Katzenklappe nur noch für sie. Alle anderen müssen draußen oder drinnen bleiben, falls zum Beispiel eine der Katzen aus einem bestimmten Grund nicht nach draußen darf. Vorteil dieses Mechanismus' ist auch, dass die Katzenklappe zuverlässig schließt und ein Aufdrücken durch den Wind nicht möglich ist. Zu bedenken ist jedoch, dass Sie je nach Modell einen Stromanschluss oder Batterien benötigen.

Die Katze an die Katzenklappe gewöhnen

Sobald Sie die Katzenklappe (in einer passenden Höhe) montiert haben, ist sie einsatzbereit. Doch erst einmal muss die Katze das Prinzip der Klappe verstehen. Das ist keinesfalls eine Selbstverständlichkeit. Manche Katzen benötigen dafür sehr lange oder sind einfach nicht dafür bereit. Die meisten Freigänger benutzen eine Katzenklappe jedoch schon nach kürzester Zeit. Dazu hat es sich bewährt, die Klappe zuerst einmal offen zu fixieren, so dass die Katze zum einen nach draußen schauen, zum anderen ohne Widerstand durchschlüpfen kann. Möglicherweise müssen Sie sie von draußen rufen, mit Leckerlis locken oder ein Spielzeug von ihr an einer Schnur durchziehen. Haben Sie Geduld und ziehen oder drücken Sie sie keinesfalls durch die Katzenklappe. Das könnte zu einem dauerhaften Streik führen. Klappt es mit der offenen Klappe, können Sie als nächsten Schritt eine Folie oder ein Tuch anbringen und zusätzlich die Öffnung verringern. Vielleicht können Sie diesen Schritt auch übergehen, weil es mit dem Aufdrücken der Tür bereits funktioniert. Die eine Katze lernt schneller, die andere langsamer, wie eine Katzenklappe zu benutzen ist.