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Kratzbaum - Warum er so wichtig ist!

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Der richtige Kratzbaum

Noch bevor eine Katze bei Ihnen einzieht, sollten Sie sich mit der Erstausstattung für Katzen auseinander setzen. Einer der wichtigsten Punkte ist hierbei der Kratzbaum. Er stellt für viele Katzen den Mittelpunkt ihres Lebens dar. Dort verbringen sie nicht nur die Nacht, sondern nutzen ihn auch am Tag zum Spielen, Kratzen, Dösen, Jagen oder als Aussichtsplattform – zumindest in den meisten Fällen. Manchmal wird er jedoch aus unerklärlichen Gründen verschmäht. Dann heißt es, die Ursache finden, denn als Konsequenz könnten zum Beispiel die Tapeten und das Sofa darunter leiden, weil sie als Alternative zum Schärfen der Krallen herhalten müssen. Oder die Katze nutzt lieber ein Bücherregal als Liegeplatz, statt des teuren Kratzbaums. Sie müssen sich einfach nur in Ihre Katze hineinversetzen, dann findet sich in den meisten Fällen sehr schnell eine Lösung für das Problem.

Die Auswahl des Kratzbaums

Es ist ein deutlicher Unterschied, ob sie eine drei Kilogramm leichte Siamkatze oder einen acht Kilogramm schweren Maine-Coon-Kater besitzen. Stürzt sich der Kater auf den Kratzbaum, muss dieser ganz andere Kräfte aushalten, als wenn die zierliche Kätzin diesen betritt. Ist die Stabilität nicht gegeben, werden Katzen nervös und verschmähen möglicherweise den Kratzbaum. Dementsprechend gilt: Je größer, schwerer und wilder eine Katze ist, desto stabiler sollte der Kratzbaum sein. Das betrifft zum einen den Fuß, vor allem aber die Befestigung. Ideal sind deckenhohe Kratzbäume, die fest verankert werden können. Ansonsten sollten Sie zur Sicherheit eine stabile Seitenhalterung an der Wand anbringen. Und bedenken Sie: Qualität zahlt sich bei „rabiaten“ Katzen aus, denn mitunter zerlegen sie einen minderwertigen Kratzbaum in wenigen Monaten. Achten Sie vor allem auf die Dicke des Stamms und des verwendeten Sisals, welches diesen zumeist umhüllt. Es kann lediglich eine Stärke von 4 Millimetern aufweisen, es können aber auch bis zu 12 Millimeter sein.

Ausstattung des Kratzbaums

Die Auswahl an Kratzbäumen ist enorm. Das betrifft sowohl die Größe als auch die Ausstattung. Manche sind gerade einmal 80 cm hoch und verfügen lediglich über eine kleine Schlafhöhle und eine Plattform. Andere bestehen aus mehreren Säulen, Schlafhäuschen, Aussichtsplattformen, Hängematten und integriertem Spielzeug. Dementsprechend variieren die Preise von gerade einmal 25 bis zu mehreren hundert Euro. Doch welcher ist der richtige Kratzbaum? Wahrscheinlich wissen Sie schon, ob eine, mehrere, eine kleine oder große Katze bei Ihnen einzieht. Das beeinflusst die Auswahl sehr, denn bei zwei Katzen sollten auf alle Fälle zwei Schlafhäuschen und zwei Plattformen vorhanden sein. Im Allgemeinen kann man sagen, dass der Kratzbaum immer eher großzügig gewählt werden sollte. So vermeiden Sie Streitereien und schaffen Abwechslung, was gerade für Wohnungskatzen sehr wichtig ist. Doch es gibt auch Ausnahmen: Ein deckenhoher Kratzbaum ist für Kitten noch nicht geeignet, denn sie sind sehr verspielt und unvorsichtig. Ein Sturz aus großer Höhe könnte zu einer Verletzung führen. Starten Sie besser mit einem kleineren Kratzbaum bzw. bauen Sie einen großen vorerst nicht in voller Höhe auf. Ähnliches gilt für Seniorenkatzen: Hier heißt es Rücksicht nehmen und den Aufstieg durch kleinere Abstufungen zu erleichtern.

Das sollten Sie wissen!

Der richtige Platz für den Kratzbaum

Entscheidenden Einfluss für die Akzeptanz eines Kratzbaums hat auch der Aufstellort. Denken Sie daran: Ein Kratzbaum hat vielerlei Aufgaben. Der Platz soll ruhig genug gewählt werden, dass die Katze dort schlafen und sich ausruhen kann. Doch mindestens genau so wichtig ist seine Funktion als Aussichtspunkt. Katzen lieben es, wenn sie möglichst viel überblicken können. Noch besser ist es, wenn auch die Sicht nach draußen gegeben ist. Ein Platz im Flur dürfte deshalb selten gut ankommen. Ideal ist eine Ecke im Wohn- oder Esszimmer, wo sich häufig jemand aufhält. Achten Sie aber darauf, dass es dort weder zugig ist noch ständiger Durchgangsverkehr herrscht und man sich geradezu am ungünstig platzierten Kratzbaum vorbei drängen muss. Darüber hinaus sollte in der Nähe weder der Futterplatz noch die Katzentoilette platziert werden. Dafür sollte jeweils ein eigener Platz zur Verfügung stehen.

Wenn der Kratzbaum nicht akzeptiert wird

Manchmal ist es wie verhext: Der Kratzbaum wurde wackelfrei montiert und steht an einer idealen Stelle. Dennoch nutzt ihn die Katze nur selten. Vielleicht sind ja die Auflageflächen und Kuschelhöhlen für Ihre Katze zu klein. Oder kam der Kratzbaum erst nach der Katze an und riecht nun noch wie ein Fremdkörper? Selbiges ist der Fall, wenn ein alter im Laufe eines Katzenlebens plötzlich weichen muss. Besser, Sie entsorgen ihn nicht gleich, sondern bewahren ihn vorerst als Ersatz auf. Den neuen sollten Sie Ihrer Katze dann möglichst schmackhaft machen. Dazu können Sie Leckerlis darauf verteilen, Spielstunden dort abhalten oder Schmuserunden einplanen. Vielleicht steht Ihre Katze auch auf Katzenminze, womit Sie den Kratzbaum einsprühen können.  

Möglicherweise haben Sie auch ein größeres Problem, weil Ihre Katze nicht den Kratzbaum, sondern die Möbel zum Markieren und Schärfen ihrer Krallen benutzt. Versuchen Sie sie in Flagranti zu erwischen, sprechen Sie ein deutliches „Nein“ aus und setzten Sie sie anschließend sofort auf den Kratzbaum. Vielleicht lässt sie sich sogar gleich zum Kratzen animieren, indem sie in entsprechende Position gebracht wird. Helfen kann auch, wenn Sie den bisher genutzten Ort zustellen oder etwas Schepperndes aufhängen, was Ihrer Katze nicht geheuer ist. Auf eins sollten Sie allerdings verzichten: Ihre Katze anzuschreien oder gar zu schlagen. Das führt lediglich dazu, dass die Katze ängstlich wird und das Vertrauen in Sie verliert.

Pflege des Kratzbaums

Die Pflege ist minimal, sollte aber nicht vernachlässigt werden. Parasiten halten sich gerne an Schlafplätzen auf, weshalb regelmäßiges Saugen angebracht ist. Sollte es zu einem kleinen Malheur gekommen sein, muss dieses natürlich ordentlich gesäubert werden, ohne dass hierfür ein aggressiver Reiniger eingesetzt wurde. Sonst bleibt der Liegeplatz in nächster Zeit frei. Aber man möchte ja so schnell wie möglich wieder einen intakten Kratzbaum anbieten, der von der Katze gerne und ausgiebig genutzt wird.