Wenn die Katze erbricht

Dass eine Katze hin und wieder erbricht, ist meist kein Grund zur Sorge. Verschlechtert sich jedoch ihr Allgemeinzustand, musst du einen Tierarzt aufsuchen.

Viele Haare sorgen für Erbrechen

Es gibt vielerlei Gründe, warum eine Katze erbricht. Einer der häufigsten ist das Heraufwürgen von Haarballen. Das geschieht vornehmlich bei Wohnungskatzen, die weniger Haare verlieren als Freigänger auf ihren Streifzügen durch die Natur. Vor allem während des Fellwechsels haben Katzen mit üppigem Fell mit ihrer Haarpracht zu kämpfen. Ständig putzen sie sich, um lose Haaren zu entfernen und Platz für neue zu schaffen. Viele bleiben an ihrer rauhen Zungen hängen und werden verschluckt. Immer mehr sammeln sich schließlich im Magen und bilden Haarballen. Um der Gefahr einer Verstopfung entgegenzutreten, würgen die Katzen die Haarballen in regelmäßigen Abständen hervor. Das sieht für den Neubesitzer einer Katze erst einmal etwas angsteinflößend aus, ist jedoch ein völlig normales Verhalten.

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Was hat die Katze gefressen?

Wenn es sich bei dem Erbrochenen nicht um Haarballen handelt, solltest du überlegen, was die Katze gefressen hat. Bei einer Freigängerin weiß man das nie so genau. Vielleicht erledigt sie sich vom Rest einer Mäusemahlzeit, was normal ist, denn Knochen und Fell sind nunmal schwer verdaulich. Vielleicht hast du es mit deiner Katze auch zu gut gemeint und sie mit einer besonders großen Portion bedacht, welche einfach zu viel für sie war. Katzen fressen lieber mehrmals am Tag kleine Portionen, was ihnen besser bekommt. Dann macht es auch nichts, wenn sie zu den Schlingern zählen. Achte jedoch darauf, Nassfutter nicht kalt aus dem Kühlschrank zu servieren und eventuell übrig gebliebenes rechtzeitig zu entfernen. Vor allem an warmen Tagen kann Futter schnell verderben und Fliegen machen sich daran zu schaffen.
 

Giftig für Katzen

Als Ursache für Erbrechen bei Katzen kommt auch in Frage, dass sie etwas Giftiges bzw. für sie Unverträgliches verschluckt hat. Das können zum Beispiel Blätter giftiger Pflanzen wie Begonie, Ficus benjamini, Chrysantheme, Ficus, Orchidee, Palmfarn, Weihnachtsstern, Christrose, Maiglöckchen oder Oleander sein. Schlecht für Katzen ist außerdem rohes Geflügel, Milchprodukte, Leber, Hülsenfrüchte, Obstkerne und Süßigkeiten aller Art. Darüber hinaus solltest du darauf achten, dass die Katze keinen Kontakt zu gesundheitsschädlichen Substanzen wie Reinigungsmitteln, Dünger (im Blumenuntertopf) oder Schädlingsbekämpfungsmitteln hat.

Krankheiten als Ursache für Erbrechen

Häufig leuchten die Gründe für Erbrechen ein, doch wenn eine Krankheit dahinter steckt, kann nur der Tierarzt weiterhelfen. Um ihn in der Ursachenfindung zu unterstützen, solltest du ihm alle Hinweise mitteilen, die dir aufgefallen sind. Also zum Beispiel, ob die Katze nur zu bestimmten Tageszeiten erbricht, seit wann es dazu kommt, ob du die Ernährung umgestellt hast und wie ihr Allgemeinzustand ist (Abgeschlagenheit, Fressunlust, Verhaltensauffälligkeiten). Von Vorteil ist auch, wenn du Erbrochenes für eine Untersuchung zum Tierarzt mitbringst. Das kann helfen, um die Gründe herauszufinden.

Krankheiten

Erbrechen kann unter anderem ein Symptom folgender Krankheiten sein:

  • Katzenseuche
  • Diabetes
  • Nierenerkrankung
  • Wurmbefall
  • Allergien
  • Herzerkrankung
  • Darmkrebs
  • Futtermittelunverträglichkeit 

 

Psyche

Psychische Probleme

Es kommt noch ein weiterer Grund in Frage, welcher nicht physischer, sondern psychischer Natur ist. Nicht jede Katze wird zur Furie, wenn ihr etwas nicht passt. Manche leiden innerlich, was ihnen im wahrsten Sinn auf den Magen schlägt und zum Beispiel zu Erbrechen führen kann. Vielleicht leidet deine Katze unter einem anderen Tier? Oder steht sie aus anderen Gründen unter Dauerstress? Auch Langeweile und Vernachlässigung können die Ursache sein. Versuche, dich in deine Katze objektiv hineinzuversetzen und mögliche Gründe zu beheben.

Wann muss die Katze zum Tierarzt?

Wenn der Allgemeinzustand der Katze unverändert gut ist und sie lediglich einen Haarballen hervorwürgt oder das Erbrechen nur gelegentlich auftritt, besteht normalerweise kein Grund, einen Tierarzt aufzusuchen. Muss die Katze dagegen mehrfach hintereinander Erbrechen, verfärbt sich das Erbrochene dunkel oder riecht nach Kot, tritt weißer Schaum hervor oder besteht ein berechtigter Verdacht auf eine Vergiftung, dann ist umgehend ein Tierarzt aufzusuchen. Das gilt besonders für junge Kätzchen, die sehr schnell dehydrieren können. Der Tierarzt wird die Katze eingehend untersuchen und ein Blutbild machen, um den Grund für das Erbrechen zu finden.

Was tun, bei Erbrechen?

Wenn du den Grund für das Erbrechen kennst, kannst du entsprechend handeln. Bei Haarballen empfiehlt sich beispielsweise eine intensive Fellpflege: Je mehr Haare du bei der Katze herauskämmst, umso weniger kann sie verschlucken. Um diese einfacher hervor zu würgen, kannst du deiner Katze Katzengras zur Verfügung stellen, denn die darin enthaltenen Bitterstoffe machen das Erbrechen leichter. 

Konnte der Tierarzt keine Krankheit feststellen und handelt es sich lediglich um eine vorübergehende Magenverstimmung, empfiehlt sich ein Fastentag. In dieser Zeit kann sich die angeschlagene Magenschleimhaut wieder beruhigen. Das ist wichtig, um einer Futtermittelunverträglichkeit oder Allergie entgegenzutreten. Sollte nämlich die Katze ihr Unwohlsein mit dem Futter in Verbindung bringen, könnten daraus langwierige Schwierigkeiten entstehen.

Achte darauf, dass die Katze genügend zu trinken hat und frage deinen Tierarzt, ob er ab dem zweiten Tag vorübergehend zu einer Schonkost rätwie zum Beispiel MERAVITAL Gastro Intestinal. Schon bald kannst du dann wieder das gewohnte Katzenfutter verabreichen.

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