Die Katze hat Würmer

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Wie stecken sich Katzen mit Würmern an?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie es bei Katzen zu einer Infektion mit Würmern kommen kann. Dies hängt zum einen mit den unterschiedlichen Wurmarten zusammen, zum anderen mit der Lebensweise der Katze. Freigänger weisen ein deutlich höheres Risiko auf, aber auch bei Wohnungskatzen besteht die Gefahr, dass sie Würmer aufnehmen.  

Unter anderem können Würmer auf folgende Weise übertragen werden:

  • Verzehr einer Beute (z.B. Mäuse, Vögel), die mit Würmern infiziert sind
  • Bei der Fellpflege verschluckt die Katze einen Floh, welcher Würmer enthält
  • Die Katze schleckt an infiziertem Kot oder Erbrochenem
  • Übertragung durch andere Katzen oder eine gemeinsame Katzentoilette
  • Verzehr von rohem Fleisch, Fisch oder Schlachtabfällen, welche Würmer enthalten
  • Übertragung durch die Muttermilch
  • Würmer werden über die Schuhe in die Wohnung gebracht

Welche Würmer befallen Katzen?

Es gibt verschiedene Wurmarten, die sich im Körper einer Katze einnisten können. Zum Teil sind sie nur wenige Millimeter groß, manche können bis zu 80 Zentimeter lang werden. 

  • Spulwürmer
    Spulwürmer kommen bei Katzen am häufigsten vor. Sie sind dünn und erreichen maximal eine Länge von 10 Zentimetern.
  • Katzenbandwurm
    Katzenbandwürmer erreichen ausgewachsen eine Länge von 20 bis 60 Zentimeter und befallen Katzen relativ häufig.
  • Gurkenbandwurm
    Mit bis zu 80 Zentimetern Länge zählt der Gurkenbandwurm zu den größten Wurmarten, die Katzen befallen. Dennoch kann im frühen Stadium eine Übertragung durch winzige Flöhe stattfinden.
  • Fuchsbandwurm
    Es kommt gelegentlich vor, dass sich Katzen mit dem Fuchsbandwurm infizieren. Grundsätzlich ist dann auch eine Übertragung auf den Menschen möglich, welche zu einer ernsthaften Organschädigung führen könnte.  

Wie leben Würmer?

Viele Würmer sind Parasiten, die im Körper von Säugetieren leben. Ihre Entwicklung beginnt als Ei. In dieser Form oder bereits umgewandelt zu einer winzigen Larve werden sie ausgeschieden. Von da an machen Würmer mehrere Entwicklungsstadien durch. Jeder einzelne geht mit einer Umwandlung bzw. Häutung einher. Im Laufe ihres Lebens kann es vorkommen, dass der Wirt mehrere Male gewechselt wird. Im Falle des Gurkenbandwurms sind zum Beispiel Flöhe ein Zwischenwirt, bevor sie auf eine Katze oder einen Hund überwandern. Ebenso kommen eine Vielzahl von Kleinsäugern in Frage. Sie alle werden von den Würmern stets innerhalb (Endoparasiten) und nicht außerhalb (Ektoparasiten) befallen. Sie sind häufig im Darm anzutreffen, saugen Blut, entziehen der Katze Nährstoffe, zerstören Gewebe und schädigen Organe.

Würmer erfolgreich entfernen

Symptome von Würmern

Vielfach bleibt ein Wurmbefall unentdeckt, denn eine vitale Katze kommt mit diesem relativ gut klar und zeigt keinerlei auffällige Symptome. Bei jungen Kätzchen, kranken oder alten Katzen können Würmer dagegen eine ernsthafte Gefahr darstellen. Das gilt auch bei gesunden Katzen, wenn ein Wurmbefall sich unbehandelt immer mehr ausbreitet. Bei einem Verdacht sollte daher stets ein Tierarzt aufgesucht werden. Aufgrund der verschiedenen Wurmarten deutet eine Vielzahl von Symptomen auf einen Befall mit Würmern hin: 

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Magen-Darm-Probleme
  • Stumpfes Fell
  • Abmagerung
  • Hungergefühle
  • Juckreiz im Analbereich (Schlittenfahren)
  • Husten
  • Mangelversorgung
  • Blut im Kot
  • Aufgeblähter Bauch

Therapie bei Wurmbefall

Bei einem Verdacht auf Würmer sollten Sie nicht in einer Online-Apotheke einfach ein Entwurmungsmittel kaufen und Ihrer Katze geben. Gehen Sie zum Tierarzt und lassen Sie die Katze untersuchen. Möglicherweise hat sie eine Krankheit und ein Wurmmittel wäre völlig nutzlos. Erst wenn eine verbindliche Diagnose besteht, sollte die Katze ein entsprechendes Mittel verabreicht bekommen. Üblicherweise handelt es sich dabei lediglich um eine Tablette, die von den allermeisten Katzen problemlos vertragen wird.

Wurmbefall vorbeugen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Wurmbefall bei Ihrer Katze so gering wie möglich zu halten. Dazu zählt in erster Linie eine regelmäßige Wurmkur. Bei Freigängerkatzen liegt das Risiko bezüglich eines Befalls deutlich höher, weshalb eine Prophylaxe alle drei Monate empfohlen wird. Bei Hauskatzen genügt es (je nach Wurmkur), wenn diese im Abstand von zirka sechs Monaten stattfindet. 

Einen Wurmbefall völlig auszuschließen ist mehr oder weniger unmöglich. Das Risiko sinkt jedoch, wenn Sie auf Hygiene achten. Eine Katzentoilette sollte stets sauber gehalten werden und wenn Sie im Garten Hinterlassenschaften einer Nachbarskatze entdecken, sollten Sie diese besser entfernen. Außerdem kann eine gewissenhafte Fellpflege vor Würmern schützen, schließlich können sie unter anderem durch Flöhe übertragen werden. Schlussendlich kommt es auch auf die Nahrung an: In rohem Fleisch, Fisch oder in Schlachtabfällen besteht immer eine gewisse Gefahr, dass Würmer enthalten sind. Sicher können Sie sich sein, wenn Sie Ihrer Katze ein hochwertiges Nassfutter oder Trockenfutter servieren.