Katzen im Winter – Tipps für drinnen und draußen

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Schwere Zeiten für Freigängerkatzen

Wer nicht gerade eine Sibirische Katze zuhause hat, der weiß, dass im Winter alles anders ist: Plötzlich macht es dem Freigänger überhaupt keinen Spaß mehr, stundenlang durch die Natur zu streifen, denn draußen ist es kalt, dunkel, windig und eisig. Katzen bevorzugen es sonnig und warm, weshalb nur noch die eingefleischten Freigänger ihr Revier abgehen. Alle anderen drehen schon nach kurzer Zeit wieder um und sehen einen vorwurfsvoll durch die Terrassentür an. Dann beginnt ein Spielchen, das viele Katzenhalter nur zu gut kennen: Drei Minuten später miaut sie und möchte wieder hinaus! Denn eigentlich ist ihr ja langweilig und der innere Drang nach Bewegung und Abenteuer lässt sich einfach nicht unterdrücken. Wohl dem, der eine Katzenklappe besitzt, dieser kann dem Treiben einfach kopfschüttelnd zusehen. Alle anderen müssen die Augen offen halten, denn eine frierende Katze sollte möglichst schnell wieder ins Warme können.

Wintertipps für Freigänger

Wenn Ihre Katze Eis und Schnee trotzt, sollten Sie ihrer Gesundheit zuliebe ein paar Dinge beachten: Kitten lassen Sie besser im Haus, denn ihr Fell ist noch nicht voll ausgebildet und so könnten sie sich schnell erkälten. Vorsicht ist bei Jungkatzen, kranken und alten Katzen geboten. Ihr Aufenthalt draußen sollte nicht zu lange andauern. Lassen sie sich partout nicht davon abhalten, dann stellen Sie ihnen ein Katzenhaus zur Verfügung. Dieses können Sie im Handel erwerben oder selbst bauen. Hauptsache ist, dass die Katze einen trockenen, gemütlichen Unterschlupf vorfindet, der gegebenenfalls sogar noch mit einem Heizkissen ausgestattet werden kann. Dennoch empfiehlt es sich im Winter, die Katze über Nacht immer in die Wohnung zu holen. Und vergessen Sie nicht, gelegentlich ihre Pfoten zu überprüfen, denn frostiger Boden, Salz, Kälte und trockene Luft sorgen dafür, dass diese rissig werden. Mit einem Pfotenbalsam können Sie dem entgegenwirken.

Tipps für Stubenhocker

Wohltuende Fellpflege

Dass die kalte Jahreszeit beginnt, bekommen viele Katzenbesitzer nicht nur aufgrund der fallenden Temperaturen, sondern auch bezüglich der vielen Katzenhaare zu spüren, die sich plötzlich im Haus ansammeln. Vor allem Freigängerkatzen zeigen häufig einen sehr intensiven Fellwechsel, während dieser bei reinen Wohnungskatzen eher schleichend vonstatten geht. Für Katzen mit ausgeprägtem Fellwechsel ist es eine große Hilfe, wenn Sie sie durch regelmäßiges Bürsten unterstützen. Dadurch verhindern Sie nicht nur, dass die Katze beim Putzen zu viele Haare verschluckt, sondern die Fellpflege ist auch eine wunderbare Möglichkeit, der Katze Ihre Zuneigung zu zeigen. Wenn es nicht ständig irgendwo ziept, weil die Pflege zu selten durchgeführt wurde, dann kann die Prozedur zur reinsten Wohlfühlmassage werden und die Bindung zur Katze stärken. Mit der richtigen Einstellung ist die Fellpflege keineswegs eine lästige Pflichtveranstaltung, sondern ein wohltuender Zeitvertreib für beide. 

Winterzeit ist Kuschelzeit

Ebenso wie man die Fellpflege mit positiven Augen sehen kann, gilt dies selbstverständlich auch für die gemeinsame Kuschelzeit. Wenn Sie von einem stressigen Arbeitstag oder Einkauf zurückgekehrt sind, die Kinder Sie aufgeregt haben oder alles mögliche schief gegangen ist, dann nehmen Sie die Aufforderung Ihrer Katze zum Kuscheln dankend an, statt Sie zur Seite zu schieben. Dem Schnurren einer Katze werden heilende Wirkungen nachgesagt! So können Sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Der Katze ist nicht mehr langweilig und Sie können erst einmal etwas runterkommen und entspannen.

Abwechslung im Katzenhaushalt

Vergleicht man die Ausstattung einer Wohnungskatze mit der einer Freigängerkatze, haben letztere oft das Nachsehen. Im Sommer ist es egal, wieviel Abwechslung in den eigenen vier Wänden geboten wird, schließlich sind Freigängerkatzen ständig unterwegs und perfekt ausgelastet. Doch im Winter, wenn die Lust auf Streifzüge deutlich zurückgeht, nimmt die Einrichtung einen deutlich höheren Stellenwert ein. Da sind viele Halter einer Wohnungskatze wesentlich besser ausgestattet, denn sie haben sich längst Gedanken darüber gemacht, wie sie ihrem Tier genügend Abwechslung bieten können. Dazu gehört üblicherweise ein großer Kratzbaum, der mit Liegeflächen in verschiedenen Höhen perfekte Schlaf- und Aussichtsplätze bietet. Darüber hinaus kann man sich an diesem hervorragend die Krallen schärfen, sich gegenseitig rauf- und runterjagen oder auch selbst beschäftigen, wenn zum Beispiel Seile oder Spielzeug daran befestigt ist.  

Sehr gut kommen bei vielen Katzen auch Versteckmöglichkeiten an, zum Beispiel in Form einer Kuschelhöhle oder eines Tunnels. Ihnen genügt aber ebenso gut ein leerer Karton, egal ob klein oder groß. Jeder wird inspiziert, und bei Gefallen quetschen sie sich selbst in den winzigsten. Auf Dauer bevorzugen sie dann aber doch einen gemütlicheren Platz, zum Beispiel auf dem Fensterbrett. Hier kommen zumeist zwei Dinge zusammen, die Katzen lieben: Zum einen ist es aufgrund der darunter liegenden Heizung schön warm, zum anderen bietet sich von hier ein interessanter Ausblick. 

Beschäftigung für Katzen

Wenn Sie zwei Katzen zuhause haben, ist das schon die halbe Miete, denn die beiden werden sich über den Tag hinweg immer wieder miteinander beschäftigen – sei es durch gegenseitiges Putzen, ein Gespräch auf Augenhöhe, miteinander Schlummern oder sich durch die Wohnung jagen. Die Haltungsform von zwei oder mehr Katzen ist immer einer Einzelhaltung vorzuziehen. Aber ausschließen muss man diese natürlich nicht. Doch dann ist umso mehr der Katzenhalter gefragt, vor allem, wenn die Katze keinen Freigang hat oder dieser über den Winter stark eingeschränkt ist. Nehmen Sie sich feste Zeiten vor, am besten zweimal am Tag eine halbe Stunde. Diese Zeit sollte ausschließlich für die Katze reserviert sein. Einen Teil davon dürfen Sie mit Kuschen oder der Fellpflege verbringen, aber damit sich kein Winterspeck ansammelt, ist Spiel und Sport angesagt. Manche Katzen fordern selbst dazu auf, alle anderen sollten dazu animiert werden. Lüften Sie kurz durch und greifen Sie sich dann eins der Spielzeuge aus einem gut sortierten Spielevorrat heraus. Lassen Sie nicht alles herumliegen, so dass es uninteressant wird, sondern sorgen Sie für Abwechslung: Heute das Spiel mit der Katzenangel, morgen ein paar Bälle zum Hinterherjagen und am Tag darauf eine wilde Katz-und-Maus-Jagd.  

Wenn Sie sich in einem Online-Shop auf die Suche nach Katzenspielzeug machen, werden Sie eine große Auswahl vorfinden: Neben Spielmäusen oder Bällen gibt es auch mit Minze gefüllte Kissen, quietschende Stofftiere, oder Intelligenzspielzeug wie zum Beispiel ein „Fummelbrett“. Dabei muss die Katze ihre Geschicklichkeit und Intelligenz unter Beweis stellen, um an Leckerlis ranzukommen. Das geht auch ohne Hilfsmittel, indem man einmal am Tag an den unterschiedlichsten Stellen in der Wohnung kleine Leckerbissen verteilt – Hauptsache, die Katze bewegt sich und verbraucht Energie. Schlafen tun sie von Haus schon genug, daher sollte jede Gelegenheit genutzt werden, sie zu etwas Aktivität zu verleiten. Was am besten funktioniert, das erfährt ein Katzenhalter mit der Zeit ganz. Der Katze etwas aufzuzwingen hat keinen Zweck, sie muss Spaß daran haben, dann ist sie gerne bereit, sich vom ihrem Schlummerplatz zu erheben.