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Katze chippen – Die häufigsten Fragen

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Muss jede Katze gechippt werden?

Wenn Sie mit Ihrer Katze keine Reisen ins Ausland unternehmen, besteht keine Verpflicht, eine Katze zu chippen. Es gibt jedoch einige Gründe, die für das Chippen sprechen, weshalb viele Katzenbesitzer dies auch ohne Verpflichtung durch ihren Tierarzt ausführen lassen.

Warum sollte man eine Katze chippen?

Vor allem für Freigänger ist ein Chip empfehlenswert, denn sollte die Katze einmal verschwunden sein und von jemand anderem gefunden werden, dann lässt sie sich eindeutig identifizieren und zuordnen. Wer ein Entwischen bei seiner Wohnungskatze sicher ausschließen kann, braucht sie nicht mit einem Chip versehen. Bei allen anderen ist er ebenfalls ratsam, denn Wohnungskatzen sind mit ihrer Umgebung draußen nicht vertraut und könnten Probleme bekommen, wieder zurückzufinden.

Welche Kennzeichnungen gibt es?

Im Prinzip gibt es drei Varianten, wie die Kennzeichnung einer Katze möglich ist:  

  1. Tätowierung
    Vor der Entwicklung von Mikrochips war die gängigste Form das Tätowieren im Ohr. Das wird zum Teil auch heute noch (meist zusätzlich) durchgeführt und hat den Vorteil, dass man einer Katze äußerlich ansieht, dass sie jemandem gehört. Denn viele Menschen wissen gar nicht, dass Katzen anhand eines Chips ihrem Besitzer zugeordnet werden können. Nachteile einer Tätowierung sind das zunehmende Verblassen der Markierung und keine eindeutige Zuweisung, denn Tätowierungen sind nicht einmalig.
  2. Halsband
    Eine weiter Möglichkeit der Kennzeichnung stellt ein Halsband mit einem Anhänger dar, der die Telefonnummer des Katzenbesitzers enthält. Der Nachteil eines Halsbandes ist jedoch, dass Katzen sich damit verfangen und strangulieren können, denn im Gegensatz zum Hund sind sie sehr kletterfreudig und winden sich auch durch die engsten Durchgänge. Außerdem kann das Halsband verloren gehen, indem es reißt oder die Katze heraus schlüpft.
  3. Chip
    Die gängigste Kennzeichnung einer Katze findet heute durch einen Mirkochip statt. Denn das Implantieren ist kurz und schmerzlos und lässt eine eindeutige Identifizierung des Tiers zu.

Wie funktioniet das Chippen einer Katze?

Das Chippen einer Katze übernimmt üblicherweise der Tierarzt. Der ca. 2 x 10 bis 20 mm kleine Chip wird mit Hilfe einer großen Spritze in das Tier injiziert. Natürlich spürt die Katze den Einstich, erleidet dabei aber normalerweise keinerlei nennenswerte Schmerzen. Lediglich wenn die Katze ganz allgemein Problem beim Tierarzt hat, könnte die Prozedur etwas aufwändiger sein. Ansonsten wird in Sekundenschnelle der Mikrochip im linken Nackenbereich eingeführt, von wo aus er Richtung Schulter wandert und dort im Gewebe verwächst.

Was kostet das Chippen?

Die Kosten für den Chip inklusive der Arbeitszeit des Tierarztes belaufen sich ungefähr auf 40 bis 60 Euro. Der größte Anteil fällt auf den Chip selbst, den man sich auch selbst besorgen kann. Das Einsetzen sollte allerdings dem Tierarzt überlassen werden.

Welche Gefahren gehen von dem Chip aus?

Der Chip gibt keinerlei „Strahlung“ ab. Er ist grundsätzlich immer inaktiv, bis zu dem Moment, in dem sich ihm ein Lesegerät nähert. Dann überträgt er seine individuelle, fünfzehnstellige Nummer. Wenig Sorgen muss man sich auch über das Material des Mikrochips machen, denn es ist gewebeverträglich. Völlig ausschließen lassen sich Probleme dennoch nicht. Neben einem vorübergehenden Injektionsschmerz, kann es in seltenen Fällen auch zu Schwellungen und lokalen Entzündungen kommen. Auch ein Abwandern des Chips ist nicht völlig auszuschließen, ebenso wie eine nicht ordnungsgemäße Funktionalität. Dabei handelt es sich aber um Ausnahmefälle.

Wo werden die Daten hinterlegt?

Zur Identifizierung Ihrer Katze gibt es zu jedem Mikrochip einen entsprechenden Aufkleber mit der 15-stelligen Nummer und einem Barkode. Dieser wird vom Tierarzt in den Heimtierausweis geklebt. Zudem übernimmt meist der Tierarzt die kostenlose Registrierung beim Heimtierregister Tasso. Fragen Sie diesbezüglich sicherheitshalber nach und führen Sie die Registrierung ggf. selbst aus. Sie ist unkompliziert und muss zwingend durchgeführt werden, um im Notfall die Katze identifizieren zu können. 

Wie funktioniert das Auslesen des Chips?

Die Nummer kann völlig unkompliziert mit Hilfe eines Lesegeräts ausgelesen werden. Damit muss man sich lediglich der entsprechenden Stelle am Tier nähern. Jeder Tierarzt und üblicherweise auch jedes Tierheim besitzt ein Lesegerät. Es kann auch über das Internet zum Preis von etwa 60 Euro bestellt werden. Aber keine Sorge: Es ist nicht möglich, sich mit diesem Gerät anderen Tieren zu näher und Informationen über den Halter auszulesen. Nur beim Tierarzt selbst und bei Tasso oder einem anderen Haustierregister sind die Daten des Tierbesitzers hinterlegt. Dementsprechend findet bei einem Fundtier, das per Chip identifiziert wurde, der Kontakt niemals direkt mit dem Finder statt. Das kommt nur vor, wenn die Katze ein Halsband mit einer Telefonnummer trägt.

Praktischer Nebeneffekt

Wer eine Katzenklappe mit Chiperkennung besitzt, kann bei seiner gechippten Katze dafür sorgen, dass nur sie Einlass erhält. Bei allen anderen Katzen bleibt die Klappe zu, was bei lästigen Hausbesuchern äußerst angenehm ist. Denn sie können die eigene Katze einschüchtern, ihr das Fressen streitig machen oder unangenehme Markierungen absetzen.