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Verstopfung bei der Katze

Verstopfungen bei Katzen
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Anzeichen einer Verstopfung

Während Durchfall oder Erbrechen sofort ins Auge fallen, bleibt eine Verstopfung oft erst einmal unerkannt. Das ist besonders bei Freigängern der Fall, die selten ihr Katzenklo aufsuchen. Bei Wohnungskatzen ist dies einfacher, denn der Katzenbesitzer kennt nach einiger Zeit die Kotmenge, die bei seiner Katze üblicherweise anfällt. Verringert sich diese plötzlich, kann es sich um eine Verstopfung handeln. Im Allgemeinen setzten Katzen täglich Kot ab, aber es kann auch einmal ein Tag Pause auftreten, ohne dass dies gleich ein Grund zur Beunruhigung wäre. Bei Unregelmäßigkeiten sollten Sie jedoch darauf achten, ob es zu weiteren Auffälligkeiten kommt: Hat die Katze Mühe bzw. Schmerzen beim Absetzen des Kots? Handelt es sich um kleine, rundliche Kotballen? Scharrt sie vermehrt auf der Katzentoilette? Leidet sie an Appetitlosigkeit und verliert langsam an Gewicht? In diesen Fällen sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen, denn unbehandelt kann es im Extremfall zu einem Darmverschluss kommen.

Der Grad der Verstopfung

Tiermediziner unterteilen eine Verstopfung in drei Stufen: Die geringste Form der Verstopfung nennt sich Konstipation. Hierbei setzt die Katze deutlich seltener Kot ab, weil sich dieser im Dickdarm staut. Der Kot ist härter und die Katze hat sichtbar Schwierigkeiten bzw. Schmerzen beim Koten. Tritt trotz einer Therapie keine Besserung der Situation auf, sprechen Tiermediziner von einer sogenannten Obstipation. In diesem Fall kommt es bereits zu deutlichen Funktionsverlusten des Magen-Darm-Trakts. Ist der Dickdarm schließlich gar nicht mehr fähig, Kot weiter zu transportieren und setzt die Katze dementsprechend keinerlei Kot mehr ab, handelt es sich um eine Koprostase. Dann kann ein sofortiger Eingriff notwendig sein.

Ursachen für eine Verstopfung

Gründe für eine Verstopfung bei Katzen gibt es vielerlei. Manchmal ist es schwierig, diese eindeutig zuzuweisen, manchmal liegen sie auf der Hand. Zum Beispiel, wenn Ihre Katze übergewichtig und bewegungsfaul ist! Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Aktivität einer Katze und der Darmtätigkeit. Bei trägen Katzen passt sich der Darm an und es ist nicht ausgeschlossen, dass es zu einer Verstopfung kommt. Dafür verantwortlich kann in mehrfacher Sicht die Ernährung sein. Grundvoraussetzung sollte ein hochwertiges Katzenfutter wie zum Beispiel MERA Wahre Liebe für feinsinnige Gourmets sein! Doch wer mehr füttert, als seine Katze benötigt, wird irgendwann unweigerlich ein übergewichtiges Tier zuhause haben, bei dem die Wahrscheinlichkeit gesundheitlicher Probleme steigt.

Wassermangel und Haarballen

Flüssigkeitsaufnahme sein. In diesem Fall sollte der Anteil an Nassfutter gesteigert werden oder die Katze dazu gebracht werden, mehr Flüssigkeit aufzunehmen. Vielleicht liegt die Verstopfung auch an mangelnder Unterstützung bei der Fellpflege. Katze sind sehr reinlich und putzen sich täglich. Dabei gelangen – je nach Üppigkeit des Fells und möglicherweise gerade anstehenden Fellwechsels – sehr viele Haare in den Magen. Dort sammeln sie sich zu Haarballen, die mitunter von der Katze erbrochen werden. Gelingt ihr das nicht in ausreichendem Maße, kann es zu einer Verstopfung kommen. Selbiges kann passieren, wenn eine Katze einen Fremdkörper oder zu viel Katzenstreu verschluckt hat, welches im Magen aufquillt.

Krankheiten

Für eine Verstopfung verantwortlich kann auch eine Krankheit sein. In Frage kommen zum Beispiel eine chronische Nierenerkrankung, Fehlbildungen der Rückenwirbel, ein Beckenbruch, Zuckerkrankheit, Tumore oder eine Entzündung im Darm- bzw. Anusbereich. Nicht auszuschließen ist auch eine Störung des Magen-Darm-Trakts aufgrund der Einnahme von Medikamenten. Und vergessen Sie nicht: Psychische Probleme (z.B. ausgelöst durch Dauerstress) können ebenso dahinter stecken. Bei manchen Katzen machen sie sich durch Erbrechen oder Durchfall bemerkbar, andere können unter Verstopfung leiden.

Diagnose und Therapie

Ist ein Besuch beim Tierarzt notwendig?

Wenn eine Verstopfung nur vorübergehend aufgetreten ist und die Katze ansonsten einen gesunden Eindruck macht, können Sie fürs erste auf einen Tierarztbesuch verzichten. Grundsätzlich sollte aufgrund der vielen Probleme, die eine Verstopfung mit sich bringen kann, im Zweifelsfall aber immer der Tierarzt aufgesucht werden. Erklären Sie ihm, seit wann das Problem besteht und ob Sie eine Vermutung haben. Das kann helfen, der Ursache schneller auf den Grund zu kommen.

Hausmittelchen

Manchmal kann es schon genügen, wenn das eine oder andere Hausmittelchen zum Einsatz kommt: Ein paar Tropfen Pflanzenöl (kein Paraffinöl!) können helfen, dass der Kot weicher wird. Dazu können auch Flohsamenschalen verhelfen. Doch Achtung: Halten Sie sich an die Dosierung, ansonsten tritt der entgegengesetzte Fall auf und die Katze leidet unter Durchfall. Um die Darmtätigkeit in Schwung zu bringen, hilft außerdem Lactulose-Sirup.   

Ist der Grund für eine Verstopfung, dass Ihre Katze zu wenig Flüssigkeit aufnimmt, haben Sie mehrere Möglichkeiten. Zum einen sollten Sie mehrere Wassernäpfe in der Wohnung verteilen, wobei keiner direkt neben dem Futter stehen sollte. Zum Trinken animierend kann auch ein kleiner Trinkbrunnen sein. Je nachdem, welche Fütterungsform Sie anwenden, sollten Sie in Erwägung ziehen, den Anteil an Nassfutter zu erhöhen. Zudem haben Sie die Möglichkeit, der Katze etwas Kürbisbrei ins Futter unterzumischen, denn ein erhöhter Anteil an Ballaststoffen führt zu einer regeren Darmtätigkeit.

Behandlung bei Verstopfung

Je nachdem, welchen Grad der Verstopfung der Tierarzt bei Ihrer Katze feststellt, wird er eine entsprechende Behandlung vornehmen. Für die Diagnose hilfreich sind – neben Ihren Angaben – eine Blutuntersuchung, ein Röntgenbild und eventuell eine rektale Untersuchung. Bei leichter Verstopfung ist eine Umstellung der Ernährung möglicherweise ausreichend. Darüber hinaus kann der Tierarzt Mittel verschreiben, die abführend wirken oder die Darmmotorik anregen. Bei schweren Fällen von Verstopfung (z.B. durch Steinkot oder einen Fremdkörper) muss der Tierarzt sofort handeln und die Katze wahrscheinlich unter Narkose setzen, um z.B. einen Einlauf durchzuführen. Ist es bereits zu einer Erweiterung des Dickdarms gekommen, ist nicht auszuschließen, dass dieser auch zukünftig nicht mehr einwandfrei arbeitet, weil er „ausgeleiert“ ist. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt ab, ob und inwiefern Sie in einem solchen Fall die Ernährung umstellen sollten.