Dürfen Katzen Bananen fressen?
Katzen sind reine Fleischfresser, aber beim Duft einer Banane wird so manche schwach und möchte gerne ein Stückchen probieren. Solange es bei einem Häppchen bleibt, ist das akzeptabel. Allerdings gibt es rund um das Thema Banane, Bananenpflanzen und Bananenschalen einiges zu beachten.

- Sind Bananen giftig für Katzen?
- Sind Bananen gesund für Katzen?
- Warum mögen manche Katzen Bananen so gerne?
- Sind Bananenpflanzen giftig für Katzen?
- Sind Bananenschalen giftig für Katzen?
- Ist Bananen-Joghurt gesund für Katzen?
- Welches Obst dürfen Katzen fressen?
- Was passiert, wenn Katzen zu viel Banane essen?
Sind Bananen giftig für Katzen?
Bananen sind für Katzen nicht giftig. Frisst deine Katze also einmal ein kleines Stück Banane, besteht in der Regel kein Grund zur Sorge. „Nicht giftig“ bedeutet allerdings nicht automatisch „gut verträglich“ oder „gesund“. Der Verdauungstrakt von Katzen ist fast ausschließlich auf tierische Proteine und Fette ausgelegt, nicht dagegen auf größere Mengen pflanzlicher Kohlenhydrate und Fruchtzucker. Deshalb können selbst ungiftige Lebensmittel wie Banane bei Katzen zu Verdauungsproblemen führen.
Sind Bananen gesund für Katzen?
Bananen sind für Menschen gesund, denn sie enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Kalium, Magnesium, Vitamin B6 und Ballaststoffe. Für Katzen haben diese Nährstoffe jedoch nur einen sehr begrenzten Nutzen. Sie können ihren Nährstoffbedarf vollständig mit Hilfe eines hochwertigen Katzenfutters decken und benötigen deshalb kein Obst zur Ergänzung.
Zu bedenken ist zudem, dass Bananen relativ viel Zucker und Stärke enthalten. Diese Kohlenhydrate kann der Katzenstoffwechsel nur eingeschränkt verwerten. Gibst du deiner Katze häufiger oder in größeren Mengen Banane, kann das zu Verdauungsstörungen und langfristig zu Übergewicht führen.
Warum mögen manche Katzen Bananen so gerne?
Katzen können Süße nicht schmecken, wohl aber nehmen sie den süßlichen Duft einer Banane wahr. Das weckt bei so mancher Interesse, welches durch Miauen bekundet wird. Vorteilhaft bei dieser Frucht ist ihre weiche Textur, die es einfach macht, daran zu naschen. Viele Katzen erkunden daher neugierig ihren Napf, wenn du ein Stückchen Banane hineinlegst. Vielleicht knabbert sie ein wenig daran herum, vielleicht überlegt sie es sich anders oder aber sie frisst es auf und bettelt nach mehr. Diesem Wunsch solltest du nicht nachkommen, denn mehr als ein Probierhäppchen kann für Katzen schädlich sein. Möchtest du ihr etwas Gutes tun, halte dich besser an Katzensnacks.
Sind Bananenpflanzen giftig für Katzen?
Bananenpflanzen (Musa-Arten) gelten als ungiftig für Katzen. Dies bedeutet, dass beim Knabbern an Blättern oder Stämmen in der Regel keine Vergiftung droht. Wenn sie größere Mengen verschlucken, können die festen Pflanzenfasern allerdings Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Zudem reagieren manche Katzen empfindlich auf die Pflanzensäfte. Zu bedenken ist außerdem, dass Bananenstauden in Kübeln möglicherweise mit Dünger und Pflanzenschutzmittel behandelt wurden. Sicherheitshalber solltest du daher deine Katze davon abhalten, an einer Bananenpflanze zu knabbern und ihr stattdessen Katzengras oder Katzenminze zur Verfügung stellen.
Sind Bananenschalen giftig für Katzen?
Bananenschalen selbst sind nicht giftig, aber für Katzen dennoch ungeeignet. Sie enthalten viele Fasern und sind sehr schwer verdaulich. Vor allem aber besteht die Gefahr, dass sie mit Pestizidrückständen belastet sind. Du solltest Bananenschalen daher nicht herumliegen lassen, sondern immer gleich entfernen, falls deine Katze Interesse an ihnen zeigt.
Ist Bananen-Joghurt gesund für Katzen?
Bananen-Joghurt ist für Katzen nicht geeignet. Er kombiniert gleich mehrere problematische Faktoren: Zum einen enthalten Bananen Fruchtzucker und Ballaststoffe, zum anderen können sich im Joghurt Laktose, Süßstoffe und Aromen befinden. Das Risiko ist daher hoch, dass es bei einer Katze zu Verdauungsproblemen in Form von Bauchschmerzen und Durchfall kommt.
Welches Obst dürfen Katzen fressen?
Obst ist kein notwendiger Bestandteil der Katzenernährung. Katzen können ihren Nährstoffbedarf vollständig mit einem guten Katzenfutter decken. Am besten verzichtest du ganz auf Obst, denn damit verbunden ist immer das Risiko von Verdauungsbeschwerden. Solltest du deiner Samtpfote gelegentlich einmal ein kleines Stückchen zum Probieren geben wollen, kommen neben Banane auch Apfel, Birne, Wassermelone und Blaubeeren infrage. Am besten nur Bio-Obst, stets gut gewaschen und gegebenenfalls ohne Schale und Kerne.
Was passiert, wenn Katzen zu viel Banane essen?
Wenn deine Katze zu viel Banane frisst, kann dies verschiedene Folgen haben. Zumeist treten zunächst Verdauungsprobleme auf, wie etwa Durchfall und weicher Kot. Auch Blähungen und Bauchschmerzen sind möglich. Ursache hierfür sind die Stärke, der Zucker und die Ballaststoffe in den Bananen. Dadurch wird das Gleichgewicht der Darmflora gestört und der Blutzuckerspiegel belastet. Bei regelmäßigem Verzehr kann Banane auch zu Übergewicht und sogar zu Herz- und Nierenproblemen führen. Füttere Banane daher nur ausnahmsweise und in kleiner Menge. Besser ist es, du verwöhnst sie mit katzengerechten Snacks oder ein paar Bröckchen Trockenfutter.







