Insektenprotein im Hundefutter: die nachhaltige Alternative

Verzichtest du hin und wieder auf dein Auto, packst den Wocheneinkauf stets in die eigene Stofftragetasche und isst vielleicht sogar vegetarisch? Dann versuchst du bestimmt auch in anderen Bereichen, umweltfreundlicher zu handeln. Doch hast du schon einmal daran gedacht, dass vielleicht gar nicht Herrchen oder Frauchen, sondern dein vierbeiniger Mitbewohner der Klimasünder im Haushalt sein könnte? 

Inwiefern belastet Hundehaltung die Umwelt?

9,4 Millionen Haushunde leben in Deutschland (Quelle: Statista) – und sie tollen mit einem elefantengroßen ökologischen Pfotenabdruck durch Wohnung und Garten. Ein Jahr im Leben von Pudel, Spaniel und Co. belastet die Umwelt stark. Warum? Es entstehen ebenso viele Emissionen, als würdest du mit dem Auto von München nach Athen und wieder zurückfahren. Das Hundefutter allein ist für fast zwei Drittel dieser Emissionen verantwortlich. Der Rest entsteht bei Fahrten zum Gassigehen, Kauf der Ausstattung, Pflege und Müllentsorgung. Besonders prekär: Hundebesitzer, die nach BARF (biologisch artgerechte Rohfütterung) füttern, verdreifachen den Einfluss, den der eigene Vierbeiner auf die Umwelt hat! (Annaheim, Jungbluth, Meili; 2019)

Was bedeutet ein hoher Fleischanteil im Hundefutter für die Umwelt?

Während bei vielen Menschen mittlerweile wenig oder gar kein Fleisch mehr am Teller landet, geht der Trend bei Hundefutter in die entgegengesetzte Richtung. Immer mehr Tierhalter möchten ihren Haustieren Futter mit einem hohen Fleischanteil anbieten. Das geht manchmal zu Lasten von Klima und Natur: Die Fleischproduktion hat direkte negative Effekte auf die Umwelt. In den USA lässt sich mittlerweile über ein Viertel der schädlichen Umweltauswirkungen der Fleischindustrie auf Katzen- und Hundefutter zurückführen. Steigt der Bedarf an Fleisch weiter, bedeutet das: Wir brauchen zusätzliche Ressourcen – Energie, Land und Wasser –, setzen verstärkt Pestizide ein und produzieren größere Mengen an Abfall. (Okin, 2017)

Insektenprotein: Innovation im Hundefuttermarkt

Wissenschaftler auf der ganzen Welt beschäftigen sich seit einigen Jahren verstärkt mit dieser nachhaltigeren Proteinquelle. Viele Menschen in Europa, Nordamerika und Australien finden den Gedanken an krabbelnde Käfer als Snack zwar (noch) eher abstoßend. Aber unseren vierbeinigen Gesellen ist diese Ekelreaktion gänzlich fremd. Ganz im Gegenteil: Insektenprotein im Hundefutter ist wirklich artgerecht und besonders lecker. 

Vorteil 1

Insektenprotein ist Umweltfreundlich

Insektenprotein stellt eine umweltfreundliche Alternative zur Viehwirtschaft dar. Hundefutter mit Insektenprotein, zum Beispiel MERA pure sensitive Insect Protein, ist deshalb vielleicht für Herrchen und Frauchen gewöhnungsbedürftig, nicht aber für die Hunde selbst.

Vorteil 2

Nachhaltige Proteinquelle

Insekten sind ausgezeichnete Protein- und Nährstofflieferanten und stellen ein hochwertiges, ressourcenschonendes Ersatzprodukt zu Fleisch im Hundefutter dar.

Vorteil 3

Artgerecht und lecker

Die nachhaltige Futtervariante schmeckt Bello und Artgenossen ganz offensichtlich. Und: Sie ist artgerechter als vegetarische Hundediäten, die bei den Vierbeinern oft einen Nährstoffmangel auslösen.

Vorteil 4

Kein Tierleid für Insekten

Für vegetarische Hundehalter sind Insekten als Proteinquelle aus ethischer Sicht besser zu vertreten als Fleisch im Futter. Denn die Krabbeltiere werden artgerecht gehalten und in der Zucht gibt es kein Tierleid.

Vorteil 5

Besonders gute Verträglichkeit

Hundefutter mit Insektenprotein ist besonders gut für Hunde mit Unverträglichkeiten oder Nahrungsmittelallergien geeignet. Speziell für kranke und sehr nahrungsempfindliche Hunde und umweltbewusste Halter bietet sich zum Beispiel das Trockenfutter Insect Pro an.

Der Umweltaspekt

Warum entstehen bei Insekten weniger Emissionen als bei anderen Tieren?

Der gesamte Lebenszyklus von der Larve zur Fliege dauert weniger als zwei Monate. Damit ist er viel kürzer als der von Rind, Huhn und Co. Eine Tonne Fliegenlarven kann in nur zwei Wochen herangezüchtet werden – auf einer Fläche, die in etwa so groß ist wie ein durchschnittliches Schlafzimmer. Emissionen entstehen dabei kaum. Rinder dagegen brauchen in Aufzucht und Haltung deutlich mehr Platz und stoßen sehr viele Treibhausgase aus. (Protix, 2020)

Warum ist Insektenprotein Ressourcen schonend?

Unsere Wasserressourcen werden durch die Insektenzucht ebenfalls geschont. Um ein Kilo Protein zu produzieren, nimmt die Larve der schwarzen Soldatenfliege nur 4 % des Wassers in Anspruch, das für dieselbe Menge Protein vom Rind notwendig wäre. (Miglietta, Leo, Ruberti, Massari) Das ist umso eindrucksvoller, wenn wir bedenken, dass mehr als zwei Drittel allen Frischwassers der Welt in die Agrikultur fließen. Zu guter Letzt ist die Verarbeitung von Insekten sehr unkompliziert. Die meisten Larven und Krabbeltiere werden im Ganzen vermahlen und verspeist. Von einer Kuh oder einem Huhn ist dagegen nur die Hälfte essbar.

Sind Hormone und Antibiotika in der Insektenzucht notwendig?

Nein. Denn Insekten haben viel weniger Kontakt mit ihren Haltern als „klassisches“ Vieh. Viele verzehrbare Insektenarten, wie die Schwarze Soldatenfliege, übertragen nach dem Stand der Wissenschaft grundsätzlich keine Krankheiten und sind selbst sehr resistent gegenüber Umwelteinflüssen. (Shumo, Osuga, Khamis, et al., 2019). Deshalb gibt es kaum ein Risiko, dass Infektionskrankheiten zum Menschen übertragen werden – wie wir es in der Viehhaltung bei Rindern mit BSE erlebt haben. (FAO, 2019)

Wie schneiden Insekten aus ernährungsphysiologischer Sicht ab?

Insekten liefern wertvolles Protein in Form von essenziellen Aminosäuren. Gleichzeitig bringt die Larve der schwarzen Soldatenfliege wichtige Fette ins Hundefutter: Einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die das Immunsystem stärken, aber auch gesättigte Fettsäuren, die Energie liefern. (van Huis, 2013) Der Fett- und Proteinanteil von Insekten kann übrigens leicht schwanken, abhängig von der Art, der Zubereitung und der Fütterung. (Wang, Shelomi, 2017) Essbare Insekten haben außerdem einen hohen Anteil an wertvollen Mikronährstoffen, wie Eisen und Zink. Sie ergänzen Hundefutter deshalb ganz natürlich mit vielen wichtigen Nährstoffen. (van Huis, 2013)

Quellen:
Arnold van Huis: Potential of Insects as Food and Feed in Assuring Food Security, Laboratory of Entomology, Wageningen University, 2013
(https://www.annualreviews.org/doi/full/10.1146/annurev-ento-120811-153704)
FAO, 2019 (http://www.fao.org/3/i3264g/i3264g.pdf)
FAO, 2019 (http://www.fao.org/edible-insects/en/)

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