Große Hunde richtig füttern

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Gesunde Ernährung von Anfang an

Ob groß oder klein, jung oder alt – die Ernährung spielt ein Leben lang für alle Hunde eine entscheidende Rolle. Ganz besonderen Einfluss hat sie bei Welpen großer Rassen, denn sie machen eine unglaubliche Entwicklung durch: Während kleine Rassen von der Geburt bis zum ausgewachsenen Tier ungefähr um das 20- bis 30fache an Gewicht zunehmen, kann der Unterschied bei sehr großen Hunderassen beinahe das 100fache betragen! Dieser Prozess kann bis zu zwei Jahre andauern und ist äußerst heikel, denn nur wenn das Wachstum harmonisch abläuft, können Probleme weitgehend ausgeschlossen werden. Kommt es bezüglich des Energiehaushalts oder bestimmter Nährstoffe zu einer Unter- oder Überversorgung, kann dies gravierende Einflüsse auf das Skelett des Hundes haben. 

Futterauswahl und Futtermenge

Wenn Sie Besitzer eines Welpen sind, der zu den großen Hunderassen zählt, sollten Sie sehr genau darauf achten, was und wieviel Sie füttern. Einen Welpen zu Barfen, stellt ein erhöhtes Risiko dar, denn nur mit den entsprechenden Fachkenntnissen und regelmäßigen Untersuchungen kann gewährleistet werden, dass die Versorgung des Hundes artgerecht ist. Wesentlich einfacher hat man es mit einem speziell für Welpen oder Junghunde konzipierten Hundefutter. Ein hochwertiges Futter versorgt den heranwachsenden Hund stets in gewünschter Weise. Allerdings nur, wenn die Futtermenge der Energiemenge entspricht, die der Hund benötigt. Die Erfahrungen haben interessanterweise gezeigt, dass eine Unterversorgung seltener vorkommt als eine Überversorgung. Das liegt wohl in der Sorge mancher Hundehalter begründet, ihr Welpe bekäme möglicherweise nicht genügend zu fressen, um gesund aufzuwachsen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Kommt es zu einem Energieüberschuss, besteht ein erhöhtes Aufkommen von Fehlentwicklungen des Skeletts, denn die Knochen kommen mit dem Wachstum der Muskelmasse nicht hinterher und werden überlastet.

Fütterungsempfehlungen

Vor allem Neuhundebesitzer sind manchmal verunsichert, wie groß die Ration für ihren Welpen oder Junghund sein darf. Am besten orientieren Sie sich an den Fütterungsempfehlungen des jeweiligen Futters. Allerdings kann ohne weiteres eine gewisse Anpassung notwendig sein, denn zum einen verwertet nicht jeder Hund das Futter in exakt gleicher Weise, zum anderen gibt es beim Energieverbrauch große Unterschiede: Wenn sich ein Hund nicht viel bewegt, verbraucht er deutlich weniger Energie als wenn mit ihm täglich mehrere Spaziergänge unternommen werden. Dann darf die Ration ruhig etwas größer ausfallen. Dies sollte aber immer unter Berücksichtigung der täglichen Leckerlimenge geschehen. Sie sollte nicht mehr als 10 Prozent des Futteranteils ausmachen. Manche Leckerlis bzw. Kauknochen haben es in sich, weshalb der Futteranteil entsprechend verkleinert werden sollte. 

Achtung Übergewicht

Bei jungen Hunden besteht kaum eine Gefahr von Übergewicht. Fast möchte man sagen „leider“, denn dadurch würden manche Hundehalter wahrscheinlich eher darauf aufmerksam werden, dass ihr Hund zu viel Futter bekommt. Die Konsequenz davon ist ein schnelleres Wachstum mit gesundheitlichen Risiken. Um dieses zu vermeiden, empfiehlt sich bei großen Rassen, sie regelmäßig zu wiegen. Züchter oder Tierärzte können Ihnen Anhaltspunkte geben, wieviel ihr Hund pro Monat zunehmen sollte. Als Faustregel gilt, dass sehr große Rassen im Alter von fünf Monaten nicht mehr als die Hälfte ihres voraussichtlichen Endgewichts aufweisen sollen. Das sie dieses oft erst im Bereich von 15 - 20 Monaten erreichen, benötigen sie entsprechend lange ein passendes Junghundefutter wie zum Beispiel MERA essential Junior 2.

Ernährungstipps für große Hunde

Große Hunde haben großen Hunger, doch übertreiben Sie es nicht mit der Portionsgröße. Gesünder ist es, wenn Sie die Tagesration bei Welpen auf vier bis fünf, bei erwachsenen Tieren auf mindestens zwei, besser sogar drei Portionen verteilen. Das gilt vor allem für ältere Hunde, deren Verdauungsapparat bereits etwas langsamer arbeitet. Durch die Verteilung verringern Sie das Risiko einer lebensgefährlichen Magendrehung, von der besonders große Hunde betroffen sind. Achten Sie zudem darauf, dass weder vor und vor allem nicht nach dem Fressen eine Spieleeinheit oder Gassirunde ansteht. Halten Sie sicherheitshalber eine Pufferzeit von jeweils einer Stunde ein. Und gönnen Sie dem Hund einen ruhigen Platz, an dem er sich nicht gezwungen fühlt, sein Fressen so schnell wie möglich runterschlingen zu müssen. Je nachdem, wie groß und wie beweglich Ihr Hund ist, sollten Sie zudem überlegen, ob ein erhöhter Napf sinnvoll wäre. Dazu können Sie im Fachhandel spezielle Gestelle erwerben.