Clickertraining - Basiswissen

Clickertraining ist nicht nur für professionelle Tiertrainer. Wir zeigen einfache Übungen mit denen du deinen Hund vor spannende Herausforderungen stellst!

Einführung in das Clickertraining

Hat es bei deinem Hund auch schon Click gemacht? Eine der wichtigsten Regeln im Hundetraining und der Hundeerziehung ist das zeitnahe Belohnen, nachdem der Hund ein Kommando korrekt ausgeführt hat. Zeitnah bedeutet in dem Fall, dass du nur maximal zwei Sekunden Zeit hast, um ein Leckerli aus der Tasche zu holen und deinem Vierbeiner ein freundliches „Prima gemacht!“ zurufen zu können. Besonders beim Erlernen von Hundetricks zeigt der Hund den Ansatz eines erwünschten Verhaltens lediglich Sekundenbruchteile. Um dies bestätigen zu können, bedient man sich eines Hilfsmittels: Ein Clicker gibt ein immer gleich klingendes Knackgeräusch ab, das dem Hund signalisieren soll: „Fein, gleich kommt deine Belohnung!“ Hier sind die MERA goody snacks ideal. Sie sind getreidefrei und klein und somit ideal für eine schnelle Belohnung ohne das Hundetraining durch langes Kauen zu verzögern.

In unserem Online Ratgeber für Hundeerziehung erhältst du Schritt-für-Schritt Anleitungen, um Hundetricks und Hundetraining sinnvoll aufbauen zu können. Die Basis ist das Clickertraining, welches wir dir nachfolgend erläutern.

Clickertraining - Ansatz 1 - Verhalten "einfangen"

Es gibt zwei Arten, deinem Hund ein neues Kommando beizubringen und neue Hundetricks zu formen. Zum einen kannst du ein bestimmtes Verhalten „einfangen“. Wenn dein Hund sich z.B. streckt, clickst du und versiehst es mit einem verbalen Befehl wie „verbeugen“. Nach einigen Versuchen wird dein Hund die Aktion mit dem Befehl verknüpfen und sich verbeugen, wenn er das entsprechende Kommando erhält.

Clickertraining - Ansatz 2 - Verhalten "frei formen"

Die zweite Möglichkeit ist das freie Formen einer Aktion. Denselben Hundetrick kannst du nämlich auch folgendermaßen aufbauen: Führe deinen Hund mit einem Hundekeks mit der Nase zum Boden, ohne dass er die Hinterläufe einknickt und bestätige ihn dann. So gibt es immer verschiedenste Wege zum Ziel. Probiere aus, was deinem Hund am besten liegt und sei kreativ in der Planung des Lernwegs!

Clickertraining - Praktische Übung

Was einfach klingt, ist es in vielen Fällen leider nicht. Wenn die Übung fehlt, ist es oft gar nicht so leicht, genau im richtigen Moment auf den Clicker zu drücken. Das verwirrt den Hund und kann im schlechtesten Fall zu Frust beider Trainingspartner im Hundetraining führen. Aus diesem Grund sollte das Clickern zuvor ohne das Beisein des Hundes geübt werden. Suche dir einen menschlichen Partner, der seine Finger unregelmäßig von der Tischplatte anheben soll und clicken sie nur, wenn er seinen rechten Zeigefinger hebt. Oder behelfe dir, wenn du gerade keinen Partner zur Hand hast, anderweitig aus: Clicke immer, wenn im Fernsehen das Wort „das“ fällt. Wenn du eine sehr hohe Trefferquote an Clicks nach weit weniger als zwei Sekunden hast, bist du bereit für das Hundetraining.

Gute Vorbereitung für das Clickertraining

Überlege genau, welchen Hundetrick du einstudieren möchtest. Natürlich wäre es super, wenn dein Hund die Kühlschranktür öffnet und dir ein Getränk zum Sofa bringen kann. Aber wird er auch die leckere Fleischwurst im Fach daneben verschmähen? Auch ist „Gib laut!“ ein Hundetrick, der recht einfach zu erlernen ist und sicherlich Erstaunen bei einer kleinen Vorführung im Freundeskreis hervorrufen wird. Deine Nachbarn wird es aber weniger freuen, wenn dein Hund zwischendurch immer mal wieder ausprobiert, ob er vielleicht nach diesem Bellen eine Belohnung erhaschen kann. Die Liste ist lang: Türen und Schubladen öffnen, Pantoffeln tragen, Papier in den Mülleimer werfen… Natürlich gibt es sicherlich viele Hunde, die mit ihrem erlernten Wissen keinen Unsinn treiben, aber der Hund ist kein selbstloses Wesen und wird versuchen, aus bestimmten Situationen Vorteile für sich zu ziehen.

Clickertraining - Konditionierung des Hundes

Um deinem Hund zu erklären, dass das Click-Geräusch bedeutet, dass er etwas richtig gemacht hat und er gleich einen Hundekeks erhalten wird, nimm ihn (und jede Menge Leckerlis) zu dir und fütter nach jedem Click sofort einen Brocken. Dies wiederhole viele Male (wie oft variiert von Hund zu Hund sehr stark). Du kannst einfach testen, ob das Hundetraining und die Konditionierung bereits erfolgreich war. Schicke deinen Hund weg und warten, bis er sich mit etwas anderem beschäftigt. Clicke nun und beobachte, was passiert: Ignoriert er das Geräusch, musst du mit der Konditionierung weiter fortfahren. Dreht dein Hund aber den Kopf zu dir oder läuft auf dich zu, um sein Leckerlis abzuholen, hast du ihn erfolgreich auf den Clicker konditioniert und kannst mit der Hundeschule und den Hundetricks starten.

Erste Erfolge beim Clickertraining

Wenn dein Hund einen besonders bedeutenden Schritt beim Erlernen eines neuen Hundetricks gemacht hat, hat er auch eine besondere Belohnung verdient. Gib ihm ihm nach dem Click nicht nur wie üblich einen, sondern mehrere Brocken seines Hundefutters oder seiner Hundekekse. Er wird dann das belohnte Verhalten besonders gerne wieder zeigen. Bitte beachte, dass du solche Meilensteine im Hundetraining auch nur einmal mit einem Jackpot bestätigst. Ansonsten verliert der Jackpot an Attraktivität oder du kommst bei einem Trick nicht weiter, weil dein Hund über den Zwischenschritt des Hundetricks immer wieder einen Jackpot bekommen möchte.

Übungen kurz halten und immer mit Erfolg beenden

Beobachten deinen Hund beim Hundetraining genau. Wird er müde oder zeigt Stresssymptome wie Lefzenlecken oder Gähnen, solltest du das Hundetraining abbrechen (oder bestenfalls schon vorher!). Das Hundetraining soll beiden Seiten immer Freude bereiten und nie unter Druck geschehen. Die Hundetricks werden deinen Hund, besonders zu Beginn, sehr anstrengen. Plane lieber mehrere kleine Trainingseinheiten mit längeren Pausen, in denen sich der Hund ausruhen kann. Das gilt vor allem fürs Welpentraining. Auch solltest du eine Einheit immer mit einem Erfolgserlebnis krönen. Dann wird dein Hund die Übung in guter Erinnerung behalten und sich auf die nächste Trick-Runde freuen.

Clickertraining - Problemlösungen

Mein Hund hört mir nicht zu und läuft einfach wie wild umher.

Versuche herauszubekommen, warum dein Hund im Hundetraining unkonzentriert ist. Eine Möglichkeit ist, dass die Belohnung für den Hundetrick zu hochwertig ist. Nimm weniger attraktive Hundekekse oder Hundefutter zur Hand, dies können kleinere Happen oder auch das gewohnte Hundefutter sein. Vielleicht ist dein Hund aber auch überfordert bei den Hundetricks. Hast du bereits längere Trainingseinheiten hinter dir oder ist der Hundetrick eventuell noch zu schwierig? Du kannst in kleineren Schritten fortschreiten oder einen für deinen Hund leichteren Hundetrick auswählen. Bedenke, dass ein Anfänger dieses spezielle Lernen erst erlernen muss. Ganz besonders gilt dies bei der Erziehung eines Welpen.

Mein Hund wirkt manchmal lustlos und scheint keine Freude am Training zu haben.

Das muss nicht bedeuten, dass das Trickdogging generell nichts für deinen Hund ist, kann es aber. Nicht jeder Hund findet Freude am Hundetraining. So liegt einem Beagle vielleicht mehr die Sucharbeit oder sehr eigenständige Arbeitshunde empfinden das Hundetraining als nicht zielgerichtet. Auch solltest du deine eigene Stimmung reflektieren. Bist du an den Tagen, an denen dein Hund unaufmerksam ist, eventuell gestresst oder hast eigentlich keine Lust auf das Hundetraining? Diese Stimmung überträgt sich auf deinen Vierbeiner und er trainiert nicht mehr konzentriert und euphorisch.

Mein Hund zeigt bei einer neuen Übung den Hundetrick, den wir vorher trainiert haben.

Das ist gar nicht so ungewöhnlich, viele Hunde probieren mit den Verhaltensweisen, mit denen sie bereits erfolgreich Hundekekse oder Hundefutter erhalten haben, an weiteres Futter zu kommen und letztlich beruht ja das Hundetraining auf dem Ausprobieren und Wiederholen verschiedener Verhaltensmuster. Sei konsequent und ignoriere den Hund. Es kann auch helfen, den Trainingsort oder schon allein deine eigene Position zu wechseln. Das ist für viele Hunde ein Signal für einen Neustart.

Wir kommen bei einem Hundetrick an einer bestimmten Stelle nicht weiter.

Vielleicht hast du die einzelnen Stationen des Hundetrainings zu schnell absolviert und dein Hund hat die vorigen Schritte noch nicht völlig verinnerlicht. Gehe in der Anleitung zu dem Punkt zurück, den dein Hund schon richtig gut beherrscht und setze dort neu an. Gehe kleinschrittiger vor oder denke dir einen alternativen Trainingsweg aus. Die hier aufgezeigten Anleitungen stellen lediglich eine Möglichkeit dar, den jeweiligen Trick einzustudieren, aber jedes Mensch-Hund-Team ist anders und auch jeder Hund hat Präferenzen. So gibt es Hunde, die zunächst Lösungsansätze suchen, die die Pfoten einbeziehen. Andere wiederum probieren, Dinge mit der Schnauze zu lösen. Versuche, ein Gefühl für die Vorlieben deines Hundes zu bekommen und das Hundetraining so weit wie möglich daran anzupassen.

Mein Hund ist sehr ängstlich und erschrickt, wenn ich bei der Konditionierung klicke.

Es gibt verschiedene Arten von Clickern im Handel und einige knacken lauter als andere. In der Regel können die Clicker schon im Geschäft ausprobiert werden und du kannst dir eine leisere Variante zulegen. Eine andere Möglichkeit ist, sich den Clicker während der Konditionierung in die Tasche zu stecken. Das dämpft das Geräusch und dein Hund wird sich nicht mehr erschrecken. Nach der Konditionierung kannst du den Clicker in aller Regel wieder aus der Tasche nehmen. Der Hund hat das Geräusch im Hundetraining dann schon so positiv verknüpft, dass er keine Angst mehr zeigen wird.

Wenn ich keine Handbewegung mache und nur noch das verbale Kommando benutze, führt mein Hund die Übung nicht mehr durch.

Auch dieses Phänomen ist häufig im Hundetraining zu beobachten. So gut wie alle Hunde lernen visuell viel leichter als über verbale Befehle. Das liegt in ihrer Natur: Hunde kommunizieren extrem diffizil über ihre Körpersprache, aber verhältnismäßig wenig über unterschiedliche Laute. Deshalb wird dein Hund sich eher an deiner Gestik und Mimik orientieren als an Worten. Nichtsdestotrotz ist es möglich, Hundetricks ausschließlich über verbale Kommandos abzurufen. Führe ein und denselben Trick mehrere Male nacheinander ohne Pause durch. Zunächst immer mit Sichtzeichen. Bleibe in diesem schnellen Tonus, bis dein Hund den Hundetrick schon wie von selbst abspult und lasse dann das Sichtzeichen weg. Hat dein Hund nun das Kommando trotzdem ausgeführt, gib ihm einen Jackpot mit leckeren Hundekeksen oder leckerem Hundefutter. So wird er lernen, den Trick auch ohne visuelle Unterstützung deinerseits auszuführen.

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