Corona beim Hund

Coronaviren sind bei Hunden seit langem bekannt. Allerdings stehen sie nicht in Zusammenhang mit dem neuartigen Covid-19-Virus bei Menschen.

Ist Covid-19 eine Gefahr für Hunde?

Anfang März 2020 sorgte eine Schlagzeile für große Nervosität bei allen Hundehaltern. Aus Hongkong kam die Nachricht, ein Hund habe sich mit dem neuartigen Corona-Virus (Covid 19) angesteckt. Zu diesem Ergebnis führte ein Test, der routinemäßig bei Haustieren von coronaerkrankten Personen durchgeführt wird. Es sei ein „schwach positives“ Ergebnis des Erregers auf Nase und Schnauze des Hundes festgestellt worden. Weitere Angaben machte die Behörde erst einmal nicht, weshalb tagelang Ungewissheit herrschte, ob sich der Hund tatsächlich an seinem Halter infiziert hatte. Professor Jonathan Ball, Virologe an der University of Nottingham, bezeichnete die wage Aussage der chinesischen Behörden als unverantwortlich, schließlich könne dies zu einer Massenhysterie bezüglich aller Haustiere führen.  

Es dauerte über eine Woche, bis sich schließlich die Hongkonger Landwirtschafts- und Fischereibehörde mit einem neuen Statement meldete. Darin hieß es, es gäbe aktuell keine Hinweise darauf, dass ein Haustier sich an Covid-19 anstecken oder selbst eine Infektionsquelle sein könnte. Bei dem überprüften Hund seien keinerlei Krankheitssymptome festgestellt worden. Offensichtlich fand keine Infektion statt, sondern es kam lediglich zu einer passiven Verunreinigung auf Nase und Schnauze des Hundes. Zu dieser könnte es aufgrund des Kontakts zu der erkrankten Person bzw. über Gegenstände in der Wohnung gekommen sein.

Die WHO gibt Entwarnung!

Aufgrund des Verdachts auf SARS-CoV-2 bei Haustieren schaltete sich auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein und veröffentlichte im Internet ein Statement. Darin heißt es: „Momentan gibt es keine Erkenntnisse, dass sich Haustiere wie Hunde oder Katzen mit dem neuen Coronavirus infizieren können. Dennoch ist es immer eine gute Idee sich nach dem Kontakt mit Haustieren die Hände mit Wasser und Seife zu waschen.“ Diese Vorsichtsmaßnahme empfiehlt sich aufgrund der Möglichkeit, dass eine bakterielle Übertragung zwischen Mensch und Hund nie auszuschließen ist. Eine Übertragung findet sehr selten statt, ist jedoch bei vereinzelten Erkrankungen grundsätzlich gegeben.

Was tun, wenn man selbst unter Quarantäne steht?

Viele Hundehalter fragen sich, was sie tun können, wenn sie unter häusliche Quarantäne gestellt werden oder dies bevorstehen könnte. Gut haben es in diesem Fall alle Hundebesitzer mit einem Garten, denn hier kann der Hund jederzeit raus und sein Geschäft verrichten. Doch was tun, wenn man keinen Garten besitzt? Laut Infektionsschutzgesetz dürfen Menschen in Quarantäne ihre Hunde nicht mehr selbst ausführen. Wer dagegen verstößt, dem droht eine Geld- oder Freiheitsstrafe. Nicht nur deshalb, sondern auch um Ansteckungswege zu unterbinden, sollten die Quarantänevorgaben eingehalten werden. Das geht nur, wenn man eine Lösung für seinen Hund findet. Eine Möglichkeit besteht darin, einen regelmäßigen Gassigeher zu finden. Das können im Idealfall Nachbarn, Freunde oder Bekannte sein. Im Zweifelsfall auch ein professioneller Gassigeher. Wichtig ist bei der Übergabe, dass es nicht zu einem Kontakt zwischen den Personen kommt und dass Leine, Halsband desinfiziert oder vom Gassigeher bis auf weiteres einbehalten werden. Sollte Ihr Hund gelegentlich schon einmal in einer Hundepension untergekommen sein und sich dort wohlfühlen, ist auch dies eine vorübergehende Option.

Regelungen bei einer Ausgangssperre

Bei einer Ausgangssperre bzw. eingeschränkter Bewegungsfreiheit treten ähnliche Regelungen in Kraft, wie sie in Italien, Spanien und Österreich umgesetzt wurden. Trotz der außerordentlichen Lage dürfen Hunde in unmittelbarer Umgebung der Wohnung ausgeführt werden. Gassigehen sollte jedoch möglichst kurz gehalten werden und es sind die bekannten Sicherheitsvorkehrungen wie der Abstand gegenüber Mitmenschen einzuhalten.

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