Was dürfen Hunde nicht fressen?

Inhalt dieser Seite Inhalt dieser Seite

Giftig für Hunde

Viele Lebensmittel, die für uns bekömmlich sind oder die wir vielleicht nicht als kritisch ansehen, können für Hunde giftig sein. Wenn Sie sich bei bestimmten Nahrungsmitteln nicht sicher sind, füttern Sie Ihren Hund besser nicht damit, denn die Folge können Durchfall, Erbrechen und Vergiftungserscheinungen sein. Relativ sicher können Sie sich sein, wenn Sie dem Hund nichts vom Tisch geben und er lediglich sein Hundefutter und Leckerlis bekommt. Jedoch besteht immer eine gewisse Gefahr, sobald der Hund draußen ohne Sichtkontakt unterwegs ist. Sollte er bekannt dafür sein, dass er gerne einmal etwas vom Boden frisst, suchen Sie bei einem Verdacht besser den Tierarzt auf.

Damit er auch im Haushalt nichts Verbotenes bekommt, haben wir für Sie eine Liste mit Lebensmitteln erstellt, die Hunde nicht fressen dürfen bzw. nur in kleinen Mengen vertragen.

Das dürfen Hunde nicht fressen:

Knochblauch & Zwiebeln

Bei Zwiebeln sind sich Hundehalter einig, dass sie nicht auf den Speiseplan des Hundes gehören, doch Knoblauch ist immer wieder im Gespräch, wenn es um die Abwehr von Parasiten geht. Manche schwören darauf, doch seine Wirkung ist sehr umstritten. Problem ist vor allem, dass eine zu große Dosis zu Blutarmut (Anämie) führen kann. Daher wird allgemein von der Verwendung von Knoblauch abgeraten.

Fleisch

Im ersten Moment mag es sich komisch anhören, dass vor Fleisch gewarnt wird, schließlich soll es den größten Anteil der Ernährung darstellen. Wurde es erhitzt, müssen Sie sich bei der Wahl des Fleisches keine Gedanken machen. Anders sieht es bei rohem Fleisch aus. Hier muss man aufpassen: Zum Beispiel könnte rohes Schweinefleisch das für Hunde tödliche Aujeszky-Virus enthalten. Bei Geflügelfleisch besteht eine gewisse Gefahr, dass der Hund sich mit Salmonellen anstecken könnte. Und wenn ein Hund zu viel Leber frisst, dann kann es zu einer Überversorgung von Vitamin A kommen, welche Knochenveränderungen bewirken können.

Kartoffeln & Tomaten

Kartoffeln dürfen ausnahmslos in gekochtem Zustand verabreicht werden. Bei Tomaten sind kleine Mengen akzeptabel, besser ist auch hier, sie zu kochen, denn beide Pflanzen enthalten das giftige Solanin. Das Kochen neutralisiert Solanin und sorgt dafür, dass Kartoffeln eine gute Kohlenhydratquelle darstellen.

Knochen

Knochen dürfen nicht mit „Kauknochen“ verwechselt werden. Diese bestehen oft aus Rinderhaut und sind (von ihrem Fettgehalt abgesehen) grundsätzlich unbedenklich. Bei echten Knochen sieht dies anders aus: Vor allem Röhrenknochen von Geflügel und Wild stellen eine Splittergefahr dar. Deutlich erhöht wird diese noch (bei allen Tierknochen), wenn sie erhitzt und dadurch (noch) spröder werden. Es kann zu inneren Verletzungen, einer Verstopfung (bei zu vielen Knochen) oder Zahnproblemen kommen. 

Koffein

Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass Hunde keinen Kaffee, Tee oder ein anderes koffeinhaltiges Getränk erhalten. Darauf muss selbst „im Scherz“ verzichtet werden! Denn Koffein kann von Hunden nicht verarbeitet werden und ist daher giftig.

Milch & Sahne

Welpen können die in Milchprodukten vorhanden Laktose gut verdauen. Im adulten Zustand nimmt diese Fähigkeit jedoch ab und es kann zu einer Laktoseintoleranz kommen. Wird die Laktose nicht ausreichend verdaut, sind Verdauungsprobleme die Folge. Daher sollte die Gabe von Milchprodukten (neben Milch auch Sahne, Käse, Quark und Joghurt) in Maßen stattfinden.

Nikotin

Nicht nur für Menschen ist Nikotin schädlich, auch für Hunde. Das gilt zum einen für das passive Einatmen von Zigarettenrauch, kann aber auch noch ganz andere Ursachen haben: Manche Welpen schrecken vor nichts zurück und probieren alles, was herum liegt. Dazu kann auch eine Zigarette gehören, weshalb sowohl diese als auch Aschenbecher unerreichbar sein sollten. Eine Gefahr besteht auch, wenn man draußen unterwegs ist. Tabak kann zum Beispiel beim Trinken aus einer Pfütze aufgenommen werden, wenn in dieser Zigarettenreste schwimmen. 

Nüsse

Nüsse sind ein gutes Beispiel dafür, dass für uns etwas gesund und für den Hund schädlich sein kann. Das gilt allerdings nicht für alle Nussarten: Haselnüsse, Maronen, Mandeln und Paranüsse dürfen grundsätzlich verabreicht werden, jedoch sind sie sehr fetthaltig. Giftig sind dagegen Macadamianüsse! Auch vor Erdnüssen sollte man Halt machen, da sie allergieauslösend wirken können. Und bei Walnüssen muss man ebenfalls aufpassen, denn auf den Schalen kann sich ein Pilz bilden, der höchst giftig ist.

Schokolade

Wie bei koffeinhaltigen Getränken sollte jedem klar sein, dass auch Schokolade nichts für Hunde ist. Es enthält das für sie giftige Alkaloid Theobromin. Dieses ist in umso größerer Konzentration vorhanden, je dunkler die Schokolade ist, weil sich dann üblicherweise mehr Kakao darin befindet. Am schlimmsten ist Bitterschokolade oder pures Kakaopulver. Achten Sie darauf, dass dies niemals für den Hund zu erreichen ist. 

Weintrauben & Rosinen

Seien Sie vorsichtig, wo Sie Ihre Obstschale platzieren, wenn sich darauf Trauben befinden, denn auf diese reagieren Hunde mit Durchfall und Magenkrämpfen. Gefährlich sind auch die Kerne von Aprikose, Pflaume und Kirsche. Zum einen enthalten sie Blausäure, zum anderen können Kerne von großem Steinobst zu inneren Verletzungen führen. Sollten Sie zur Vogelfütterung oder zum Backen Rosinen im Haus bzw. Garten haben, dürfen diese nie in Reichweite des Hundes sein, denn Wissenschaftler schätzen, dass bereits 3 Gramm (pro Kilogramm Körpergewicht des Hundes) eine tödliche Wirkung haben können.