Pubertät beim Hund

Hund und Pubertät
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So schaffen Sie die Pubertät gemeinsam mit Ihrem Hund!

Wenn aus dem Welpen ein Junghund und aus dem Junghund ein pubertierender Hund wird, sind sie nicht selten anfällig für Problemverhalten. Für die optimale Wesensentwicklung Ihres Vierbeiners ist nach der Welpenzeit auch der richtige Umgang entscheidend. Die Pubertät bietet die Chance, das Wesen Ihres Hundes weiter zu festigen und zwar im Zusammenspiel der genetischen Anlagen, der Vorarbeiten von Hundezüchter, Hundemutter sowie dem eigenen Engagement während der Welpenzeit. Ihr heranwachsender Hund braucht jetzt die vertrauensvolle, intensive Führung so nötig, wie selten in seinem Leben.

Die meisten Hundefreunde wissen, wie wichtig die ersten Monate im Leben eines Hundes für seine zukünftige Wesensentwicklung sind. Doch unerfahrene Hundehalter lehnen sich nach überstandenen Welpenspielstunden gerne zurück - schließlich wurden dem Hund in dieser Zeit die Stubenreinheit, die Leinenführigkeit, das Autofahren und erste Gehorsamslektionen vermittelt. Doch die Wesensentwicklung Ihres Vierbeiners ist mit Abschluss der Welpenzeit noch lange nicht zu Ende.

Wer seinen Vierbeiner kontinuierlich trainiert, kann mit stetigem Erfolg rechnen - so wird es oft erwartet. Doch gerade in der Pubertät des Hundes sollte der eigene Ehrgeiz gezügelt werden. Mit zunehmendem Alter eines Hundes steigen auch die Ansprüche an ihn: Schließlich stehen schon einige Hundekommandos wie z.B. Sitzen, Liegen oder Kommen auf Signal seit Monaten auf dem Plan. Die Trainingseinheiten werden nicht nur zeitlich sondern auch qualitativ ausgedehnt. Doch nicht selten bleibt der Erfolg aus. Was sind die Gründe für die problematische Entwicklung zwischen Mensch und Vierbeiner?

Pubertät und Adoleszenz - Zeit für Veränderung

Die Veränderungen der inneren Bedingungen eines Junghundes während seiner Adoleszenz führen nicht selten zu Verständigungsproblemen. Besonders die Sexualhormone sind Grundlage dafür, dass der Hund heftiger auf Umweltreize reagiert. Mensch und Tier verstehen sich plötzlich während des Trainings nicht mehr. Der Hund macht viele "Fehler", weil er häufig mit Trainingssituationen konfrontiert wird, in denen er nur versagen kann. Der Schwierigkeitsgrad bekannter Übungen sollte jetzt nicht weiter gesteigert und der eigene Ehrgeiz gezügelt werden.

Kooperation statt Konfrontation.

Wenn aber der Schwierigkeitsgrad nicht mehr gesteigert wird, kommt es dann zur Stagnation im Training? Nein, denn im Gegenzug gibt es alles, was dem Hund wichtig ist nur noch gegen Kooperation mit dem Menschen. Doch was bedeutet Kooperation? Ein Beispiel: Bei einem Treffen eines Vierbeiners mit seinen Hundekumpels ist es üblich, den Hund sitzen zu lassen, bevor er abgeleint wird. Weniger Wert legt man hingegen auf die Blickrichtung des Hundes, welche meistens schon in Richtung Hundekumpel gerichtet ist. Kooperation bedeutet nun, den Blick von den Hundefreunden wieder abzulenken und sich mit dem Partner Mensch ein paar Schritte von den anderen Hunden zu entfernen. Erst wenn er diese Kooperation schafft, wird er belohnt: Mit dem Freilauf zu seinen Kumpels.

Training "Kooperation" an der langen Leine

Immer wieder werden so das Abwenden und Abrufen von verschiedenen Ablenkungen geübt. Wichtig dabei ist, dass der Vierbeiner lang angeleint ist und so eine sichere Lernsituation geschaffen wird: Denn so ist eine Selbstbelohnung des Hundes durch Verweigerung der Kooperation nicht möglich. Dieses Prinzip ist gerade während der Pubertät sehr wertvoll, weil es die Regeln des Zusammenlebens eben mit Kooperation anstelle von Konfrontation trainiert.