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So wird der Welpe stubenrein

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Vorhersehbare Zeitpunkte fürs Gassigehen

So schnell kann es schiefgehen: Einmal nicht aufgepasst und Ihr kleiner Mitbewohner platziert prompt eine Hinterlassenschaft auf Ihrem Teppich. Doch ärgern Sie sich nicht, es dauert einfach seine Zeit, bis Ihr Welpe stubenrein ist und gelernt hat, wo er sein Geschäft verrichten darf und wo nicht. Mit ein paar Tipps geht es ganz leicht. Es ist in den meisten Fällen nämlich recht vorhersehbar, wann ein Welpe sich lösen muss: Nach Futter- oder Wasseraufnahme, nach dem Schlafen oder nach dem Spielen. Nehmen Sie Ihren Welpen dann vorsorglich mit sich aus dem Haus und setzten Sie ihn an einen Ort, an dem er sich lösen darf. Sollte er es dann auch tatsächlich tun, freuen Sie sich zusammen mit ihm! Loben Sie ihn ausgiebig und belohnen Sie ihn mit einem kleinen Snack oder einem ausgelassenen Spiel. Löst er sich nicht, gehen Sie einfach kommentarlos wieder ins Haus. Sie können das Wasserlassen auch mit einem Kommando belegen. Irgendwann wird Ihr Hund Wort und Aktion miteinander verknüpfen, was Ihnen das Leben wesentlich erleichtern wird.

Stubenrein bei Tag und in der Nacht

Beobachten Sie Ihren Welpen genau. Oft warnt er Sie vor, wenn er mal muss! Vielleicht fiept er oder er fängt an, sich im Kreis zu drehen. Auch dann sollten Sie ihn heraustragen. Halten Sie diesen Besuch draußen aber so langweilig wie irgendwie möglich. Wenn er ein spannendes Abenteuer außer Haus erlebt, nachdem er gewinselt oder sich im Kreis gedreht hat, könnte er es sich merken und diese Erkenntnis irgendwann ausnutzen und immer kreiseln oder jammern, wenn er Lust auf einen Ausflug hat.  

Nachts werden Sie beim Training zur Stubenreinheit vor besondere Herausforderungen gestellt. Es ist dunkel und vielleicht haben Sie auch einen tiefen Schlaf, sodass Sie eine leise Meldung Ihres Welpens nicht wahrnehmen. Sie können sich den Umstand zunutze machen, dass Hunde in aller Regel nicht ihr Nest beschmutzen: Wenn Sie Ihrem Welpen die Möglichkeit nehmen, seinen Schlafplatz eigenständig zu verlassen (z.B. indem Sie ihn in einer geschlossenen Transportbox schlafen lassen), wird er sich lautstark melden, wenn er mal muss und Sie können zügig reagieren. Sollten Sie keine Transportbox besitzen, dann stellen sie sein Hundebett in einen großen Karton, den der Welpe nicht verlassen kann. Damit haben Sie den gleichen Effekt und können so auch nachts dazu beitragen, dass Ihr Welpe möglichst bald stubenrein wird.

Das eine oder andere Malheur ist unvermeidbar

Das klingt nun alles mehr oder weniger eindeutig und leicht. Leider bemerken Sie es nicht immer, wenn Ihr Kleiner sich lösen muss. Schon alleine, weil Sie ihn nicht 24 Stunden am Tag im Blick haben werden (und sollen!), sind zahllose „Unglücke“ vorprogrammiert. Es ist absolut verständlich, dass Sie sich ärgern, wenn Sie zum hundertsten Mal die Putzutensilien hervorholen. Lassen Sie Ihren Zorn aber trotzdem verrauchen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an einer guten Hundemutter. Sicherlich haben Sie noch nie eine Hündin gesehen, die knurrend und Zähne fletschend auf einen ihrer Welpen zustürmt, weil dieser in die Wurfkiste gemacht hat. Sie nimmt es vielmehr gelassen und entfernt das Malheur. Vor allen Dingen hilft eine Maßregelung im Nachhinein überhaupt nicht mehr. Der Hund weiß dann nicht, warum Sie schimpfen.

Unangebrachte Maßregelungen

Sollte Ihnen jemand raten, den Welpen mit der Schnauze in seine Hinterlassenschaft zu drücken, tun Sie es bloß nicht! Diese „Erziehungsmethode“ stammt aus vergangenen Jahrhunderten und ist aus heutiger Sicht mehr als überholt. Ihr Welpe wird dadurch nichts lernen, sondern nur das Vertrauen in Sie verlieren und die ersten mühsam geknüpften Bande einer Beziehung werden wieder vernichtet. Auch wenn Sie Ihren Welpen auf frischer Tat ertappen ist lautes Schimpfen nicht angebracht. Ein strenges aber ruhiges „Nein!“ signalisiert ihm, dass sein Verhalten unerwünscht ist. Bringen Sie ihn sofort nach draußen und loben Sie ihn, wenn er dort sein Geschäft beendet. So bieten Sie ihm ein passendes Alternativverhalten an.

Wann ist ein Welpe stubenrein?

Nicht jeder Hund ist gleichschnell stubenrein

Eines ist klar: Wenn Sie Ihren Welpen im Alter von 8 Wochen vom Züchter holen, ist er keinesfalls voll und ganz stubenrein. Bei manchen geht es allerdings recht schnell, andere benötigen dazu mehrere Monate. Im Allgemeinen ist ein Hund mit zirka vier bis fünf Monaten stubenrein. Davor kann es jederzeit passieren, dass er nicht an sich halten kann. Das hat nichts mit böser Absicht zu tun, sondern ist physiologisch einfach nicht möglich. Ein Welpe kann nicht länger als ein paar Minuten, manchmal sogar nur weniger Sekunden lang abwarten, bis er unwiderruflich muss! Und ein Welpe muss oft: Sie sollten ihm dazu mindestens fünfmal am Tag die Gelegenheit geben: Gleich morgens, wenn Sie aufstehen, nach jedem Fressen, nach dem Schlafen, nach dem Spielen und spät abends direkt vor dem zu Bett gehen. Nehmen Sie jede Gelegenheit wahr, wenn Sie auch nur im geringsten den Eindruck haben, Ihr Welpe muss sich lösen. Und wenn er bereits begonnen hat, dann schnappen Sie ihn und tragen ihn nach draußen – ohne großes Schimpfen, sondern mit Lob, wenn er draußen den Rest erledigt hat.

Tipp: Der Geruch seines eigenen Urins wird einen Welpen immer wieder animieren, sich an der entsprechenden Stelle erneut zu lösen. Daher sollten Sie sich bemühen, diese „Markierung“ gründlich zu entfernen. Hierbei kann ein spezielles Mittel aus dem Zoofachhandel helfen. Über Essigreiniger gibt es unterschiedliche Erfahrungen: Manche Hunde sollen von dem Geruch eher angezogen als abgeschreckt sein. Um den Welpen davon abzuhalten, bestimmte Stellen immer wieder aufzusuchen, können Sie dort ein paar Leckerli verteilen. Das sorgt im Allgemeinen dafür, dass dieser Ort zukünftig verschont bleibt.

Checkliste, wann der Hund raus sollte

  • wenn er aufwacht
  • nach dem Fressen bzw. Trinken
  • wenn er Fieptöne von sich gibt
  • nachdem er gespielt hat
  • sobald er sich im Kreis dreht
  • nach jedem Nickerchen
  • wenn er nervös wirkt
  • er offensichtlich nach draußen möchte
  • er einen Platz aufsucht, wo er schon einmal hingepinkelt hat
  • vor dem zu Bett gehen